Die DHL Group hat ihren Wachstumskurs im dritten Quartal 2026 fortgesetzt. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,6 Prozent auf 22,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 16,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge legte von 7,3 auf 7,6 Prozent zu.
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hatte der Logistikkonzern bereits Mitte Oktober seine Jahresprognose zum zweiten Mal angehoben. Für 2026 rechnet DHL nun mit einem operativen Ergebnis von mehr als sieben Milliarden Euro. Zuvor waren mehr als 6,5 Milliarden Euro erwartet worden.
Getragen wurde das Wachstum insbesondere von DHL Express, DHL Global Forwarding und DHL Supply Chain. Besonders kräftig entwickelte sich das Expressgeschäft.
DHL Express transportierte mehr zeitkritische schwere Sendungen für Industriekunden und konnte dadurch sein internationales Netzwerk besser auslasten. Auch Maßnahmen beim Kosten-, Kapazitäts- und Ertragsmanagement wirkten sich positiv aus.
Zudem profitierte DHL von zeitweisen Kapazitätsengpässen auf dem internationalen Luftfrachtmarkt. Zusätzliche Nachfrage konnte teilweise über das eigene globale Netzwerk abgewickelt werden.
Der Free Cashflow ohne Fusionen und Übernahmen erreichte im dritten Quartal 901 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal waren es 1,2 Milliarden Euro. Belastet wurde der Wert unter anderem durch Mittelabflüsse von 256 Millionen Euro im Zusammenhang mit US-Zöllen.
Über die ersten neun Monate entwickelte sich der Cashflow dagegen positiv. Er stieg von 2,3 auf 2,7 Milliarden Euro.
Das Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen erhöhte sich im dritten Quartal von 840 auf 907 Millionen Euro.
Neben der Ergebnisprognose hat DHL auch die Erwartungen für den Free Cashflow und die Investitionen angepasst. Der Free Cashflow ohne M&A soll 2026 nun mehr als 3,2 Milliarden Euro erreichen. Zuvor hatte der Konzern mit rund drei Milliarden Euro gerechnet.
Gleichzeitig soll mehr Geld in weiteres Wachstum fließen. Die Capex-Planung wurde von ursprünglich 3,0 bis 3,3 Milliarden Euro auf rund 3,6 Milliarden Euro angehoben.
Für die DHL-Divisionen erwartet der Konzern inzwischen ein EBIT von mehr als 6,4 Milliarden Euro. Unverändert bleibt die Prognose für Post & Paket Deutschland mit einem operativen Ergebnis von mehr als 900 Millionen Euro.
Damit setzt DHL trotz geopolitischer Unsicherheiten und veränderter globaler Handelsströme auf weiteres Wachstum. Neben der Auslastung der bestehenden Transportnetzwerke sollen vor allem Investitionen in Automatisierung und spezialisierte Logistikmärkte zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten erschließen.