Die aktuelle Insolvenz von Galerie Kaufhof zieht massive Kreise – auch in der Logistik. So meldet der Standort Unna des Grevener Logistikunternehmens Fiege nun Insolvenz in Eigenregie an. Das bestätigt das Unternehmen gegenüber der VerkehrsRundschau. Fiege und Galerie arbeiten bereits seit sechs Jahren zusammen. Erst 2025 war die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen auf neue Füße gestellt worden.
1250 Mitarbeiter sind von der Insolvenz in Eigenverwaltung betroffen
Insgesamt 1250 Mitarbeiter sind demnach von der Insolvenz in Eigenverwaltung betroffen. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung betreffe aber ausschließlich den Standort Unna, heißt es in einem Statement des Unternehmens, das der VerkehrsRundschau vorliegt. Weitere Fiege-Standorte seien nicht davon betroffen. Insgesamt verfügt die Fiege Gruppe aktuell über 131 Standorte in 15 Ländern mit insgesamt 21.000 Mitarbeitern.
Alle Galeria-Filialen werden von Unna aus beliefert
In Unna betreibt Fiege exklusiv im Auftrag von Galeria das Logistikzentrum, von dem aus sämtliche 83 Filialen der Warenkette in Deutschland beliefert werden. Galeria ist Mieter der Immobilie, Fiege betreibt den Standort und übernimmt dort die gesamte operative Steuerung des Lagers und der Transporte. Mit Galeria habe man nun, heißt es in dem Statement, eine Fortführungsvereinbarung geschlossen. Zunächst bis zum 31. Dezember 2026 sichere diese die von Fiege erbrachten Dienstleistungen und den laufenden Betrieb ab.
Neukunden sollen den Fiege-Standort in Unna sichern helfen
„Unser Ziel ist es den Standort Unna und möglichst viele der rund 1250 Arbeitsplätze zu erhalten“, betont das Grevener Logistikunternehmen. Fiege stehe dazu im engen Austausch mit Galeria und setze sich dafür ein, die Zusammenarbeit und den Standort Unna fortzuführen, heißt es in dem Statement. Parallel spreche Fiege gezielt potenzielle neue Kunden an, um den Standort breiter aufzustellen und langfristig abzusichern. Angesichts der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen sei die Neukundenakquise jedoch anspruchsvoll und werde Zeit benötigen.
Die Lohn- und Gehaltszahlungen der Mitarbeitenden Fiege werden im jetzt eingeleiteten Insolvenzverfahren vorläufig durch Insolvenzgeld erfolgen. Außerdem seien diese und die zuständigen Gremien über die Entscheidung des Unternehmens Fiege informiert worden. „Die Gespräche mit den Betriebsräten wurden aufgenommen und verlaufen in gewohnt konstruktiver Zusammenarbeit.“ Über wesentliche Entwicklungen werde das Unternehmen transparent und zeitnah informieren,
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