Europaweite Kühltransporte organisieren

25.02.2026 09:23 Uhr | Lesezeit: 3 min
Thermotraffic_Kühltransport_Lkw
Thermotraffic führt europaweite Kühltransporte durch, was mit dem System WinSped gesteuert wird
© Foto: Thermotraffic GmbH

Die Fachspedition Thermotraffic führt europaweite Sammeltransporte durch und nutzt dafür das Transportmanagementsystem WinSped.

Täglich bündelt Thermotraffic zahlreiche einzelne Sendungen verschiedener Kunden, führt sie über Umschlagpunkte zusammen und erstellt daraus Touren für den Transport nach ganz Europa. Die Disposition steht vor der Aufgabe, identische Temperaturanforderungen sinnvoll zu kombinieren und eine durchgehend stabile Kältekette sicherzustellen. Hinzu kommen gesetzliche Vorgaben aus dem Lebensmittel- und Pharmabereich. „Und weil wir europaweit unterwegs sind, bewegen wir uns zusätzlich in unterschiedlichen nationalen Regelwerken mit verschiedenen Anforderungen“, schildert Carsten Laue, Digitalisierungsmanager und Leiter IT bei Thermotraffic.

Sammelguttransport temperaturgeführter Güter

Thermotraffic nutzt für sein temperaturgeführtes Transportgeschäft das Transportmanagementsystem (TMS) WinSped von LIS. Das Kerngeschäft von Thermotraffic liegt im europaweiten Sammelguttransport temperaturgeführter Güter, darunter Lebensmittel, pharmazeutische Produkte, Blumen und Spezialwaren, die im tiefgekühlten Bereich bewegt werden. Die Versmolder Fachspedition hat 350 Mitarbeiter an 16 Standorten, das Unternehmen verfügt über 80 eigene Fahrzeuge und arbeitet darüber hinaus mit Partnern zusammen. „Wir nutzen WinSped für alle relevanten Prozesse unserer Straßentransporte, von der Auftragserfassung bis hin zur Abrechnung“, erklärt Carsten Laue.

Alle Standorte arbeiten innerhalb desselben Mandanten

Die Software von WinSped unterstütze alle für Thermotraffic wichtigen Kernprozesse im Straßenverkehr, von der Auftragserfassung und Disposition über die Telematik-Integration bis hin zur Faktura. Bei der Zusammenarbeit der verschiedenen Standorte sorgt WinSped zudem für einheitliche Prozesse. „Alle Standorte arbeiten innerhalb desselben Mandanten“, erklärt Laue. Auf diese Weise besteht jederzeit volle Transparenz über Aufträge und Touren. Jeder Transport erhält eine eindeutige Auftragsnummer, die über alle Stationen hinweg bestehen bleibt. Änderungen müssen nicht an jedem einzelnen Schritt manuell angepasst werden, sondern werden in Echtzeit und fehlerfrei für alle Standorte, Abteilungen und Prozesse übernommen.

Grafische Disposition und Telematik-Anbindung

Ein zentrales Tool von Thermotraffic ist die grafische Disposition. Damit lassen sich die Touren und die zugehörigen Aufträge und Fahrzeuge übersichtlich und detailliert auf einer Karte visualisieren. Echtzeit-Statusanzeigen vereinfachen die schnelle Anpassung von Routen, während Drag-and-Drop-Funktionen eine intuitive Tourenplanung ermöglichen. Den Disponenten erleichtere dies die Arbeit deutlich, berichtet Laue. Ein weiterer Pluspunkt ist die Telematik-Anbindung. Die Fahrer erhalten ihre Touren direkt ins Fahrzeug, Rückmeldungen laufen automatisch ins System.

Automatisierung reduziert Fehler deutlich

„Mit WinSped arbeiten wir nicht nur deutlich papierärmer, sondern konnten auch bereits einige Abläufe automatisieren“, fügt Laue hinzu. Beispielsweise ersetze der automatische Auftragsimport zahlreiche manuelle Eingaben: Eingehende Kundenaufträge werden direkt aus E-Mails, Portalen oder Schnittstellen übernommen, auf Richtigkeit und Vollständigkeit abgeglichen und ohne Zeitverlust in die Disposition überführt. Auch die Abrechnung läuft ohne zusätzlichen Aufwand: Aus den disponierten Touren werden über Nacht automatisch die passenden Rechnungen generiert, inklusive aller vereinbarten Preise, Zuschläge und Nebenkosten. Die Sachbearbeitung muss nur noch prüfen und freigeben.

Einführung einer webbasierten Variante geplant

Als nächster Schritt ist laut Thermotraffic die Einführung der webbasierten Variante WinSped Web geplant. Damit sollen die Mitarbeiter orts- und geräteunabhängig auf das System zugreifen können, sagt Laue. Lokale Installationen sein nicht mehr notwendig, Updates werden zentral eingespielt und die Rechenlast größtenteils auf die Server verlagert, sodass selbst weniger leistungsstarke Arbeitsplätze problemlos genutzt werden können. Zudem ist die webbasierte Lösung skalierbar: Bei wachsendem Bedarf können problemlos neue Nutzerinnen und Nutzer hinzugefügt werden.


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