Verkehrsministerium legt Entlastungspaket vor

15.07.2026 12:54 Uhr | Lesezeit: 3 min
Routenplanung Verkehrsträger Lkw Flugzeug Schiff
Bund beschließt Bürokratieabbau im Verkehr (Symbolbild)
© Foto: ipopba/stock.adobe.com

Die Bundesregierung will den Verkehrssektor von Bürokratie entlasten. Logistik, Bahn und Schifffahrt profitieren.

Bund beschließt Bürokratieabbau im Verkehrssektor

Die Bundesregierung will Unternehmen, Bürger und Behörden im Verkehrsbereich von bürokratischen Pflichten entlasten. Das Bundeskabinett hat dazu ein Gesetzes- und Verordnungspaket des Bundesverkehrsministeriums beschlossen. Ziel ist es, Verfahren zu vereinfachen, digitale Lösungen auszubauen und überholte Vorschriften abzuschaffen.

Nach Angaben des Ministeriums sollen die Maßnahmen jährliche Entlastungen von rund 65 Millionen Euro ermöglichen.

Digitalisierung im Straßenverkehr wird ausgebaut

Auch im Straßengüterverkehr setzt das Ministerium auf mehr Digitalisierung. Künftig sollen bestimmte Nachweise für Lang-Lkw beispielsweise auch digital vorgelegt werden können.

Zudem werden weitere Verwaltungsverfahren digitalisiert, um Behördengänge zu reduzieren und Prozesse zu beschleunigen.

Ein weiterer Punkt betrifft die Feiertagsfahrverbote: Einige bislang nur regional geltende Verbote sollen entfallen. Dadurch will die Bundesregierung gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen und unnötige Standzeiten im Güterverkehr vermeiden.

Weniger Aufwand für Bahnunternehmen

Auch Eisenbahnunternehmen sollen von den neuen Regelungen profitieren. Vorgesehen ist unter anderem, Genehmigungs- und Dokumentationspflichten zu reduzieren.

So sollen beispielsweise Beförderungsbedingungen künftig schneller angepasst werden können, ohne dass dafür jedes Mal ein Genehmigungsverfahren erforderlich wird.

Nach Einschätzung des Ministeriums lassen sich dadurch Verwaltungsaufwand und Bearbeitungszeiten verringern.


Schnellere Verfahren in der Binnenschifffahrt

Für die Binnenschifffahrt sieht das Entlastungspaket ebenfalls Vereinfachungen vor. In bestimmten Fällen sollen Genehmigungen künftig automatisch als erteilt gelten, wenn Behörden innerhalb einer festgelegten Frist nicht reagieren.

Damit sollen Investitionen beschleunigt und Planungsprozesse vereinfacht werden.

Zusätzlich sollen Doppelprüfungen und parallele Verwaltungsverfahren reduziert werden.



Luftverkehr soll von EU-Anpassungen profitieren

Im Luftverkehr plant die Bundesregierung eine stärkere Angleichung nationaler Vorschriften an europäische Regelungen. Nationale Sondervorgaben sollen zurückgefahren werden, um Unternehmen von zusätzlichem Verwaltungsaufwand zu entlasten.

Gleichzeitig verspricht sich das Ministerium effizientere Verfahren im Flugverkehr sowie positive Effekte für Kapazitäten, Lärmschutz und Emissionsminderung.

Weitere Berichtspflichten fallen weg

Verkehrsträgerübergreifend sollen zahlreiche Regelungen vereinfacht werden. Dazu zählen:

  • kürzere Aufbewahrungsfristen,
  • modernisierte Register,
  • digitale Verfahren,
  • sowie der Wegfall einzelner Berichtspflichten.

Darüber hinaus sollen Doppelregelungen und nationale Sondervorschriften überprüft und teilweise gestrichen werden.


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