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Contargo, Kühne+Nagel und Co fordern höhere EU-Flottengrenzwerte für Lkw

Blaue Lkw in einer Reihe; Lkw-Flotte
Logistikunternehmen wollen, dass die CO2-Grenzwerte für Lkw-Flotten steigen
© Foto: Countrypixel/AdobeStock

Die Unternehmen fordern die Mitglieder des Europäischen Parlaments und der EU-Regierungen auf, die Flottengrenzwerte für 2030 von den derzeit vorgeschlagenen -45 auf -65 Prozent zu erhöhen.


Datum:
26.06.2023
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit:
3 min
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Deutsche Unternehmen aus dem Mittelstand und der Logistikbranche wie DPDHL, Kühne+Nagel und Contargo fordern gemeinsam mit internationalen Konzernen wie Nike, Heineken und PepsiCo die EU auf, die Klimaziele für Lkw zu erhöhen. In einem Brief an die EU-Gesetzgeber heißt es, dass ehrgeizigere Flottengrenzwerte für die Jahre 2030 und 2040 die Anschaffungskosten senken und die Produktion von emissionsfreien Lkw in großem Maßstab beschleunigen würden. Zu den 41 Unterzeichnern zählen viele Spediteure, Frächter und Logistikunternehmen. Sie plädieren für ambitioniertere Ziele, damit sie ihre eigenen Klimaverpflichtungen erfüllen und sich zukunftsfähig aufstellen können.

Flottengrenzwerte für Lkw sollen um 20 Prozent steigen

Die Unternehmen fordern die Mitglieder des Europäischen Parlaments und der EU-Regierungen auf, die Flottengrenzwerte für 2030 von den derzeit vorgeschlagenen -45 auf -65 Prozent zu erhöhen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die regulatorischen Ambitionen mindestens auf das Niveau der freiwilligen Herstellerziele gebracht werden. Durch diese Anpassung könnte die Zahl der umweltfreundlichen Lkw auf Europas Straßen bis 2030 um mehr als 150.000 steigen, verglichen mit dem Vorschlag der Europäischen Kommission, so die Unterzeichner des Briefs.


Darum geht es bei der Forderung

Die EU-Kommission hat einen Flottengrenzwert von 45 Prozent (im Vergleich zu den Werten von 2019/2020) für neu verkaufte Lkw im Jahr 2030 vorgeschlagen, der bis 2040 auf 90 Prozent ansteigen soll. Die EU-Umweltminister und das Europäische Parlament beraten derzeit über den Entwurf der Normen und dürften sich Anfang nächsten Jahres auf die endgültige Verordnung einigen.

Die unterzeichnenden Unternehmen begrüßen, dass die EU die Voraussetzungen zur Einführung emissionsfreier Lkw geschaffen hat, einschließlich obligatorischer Ladestationen und Mautermäßigungen für Elektro- und Wasserstoff-Lkw. Sie fordern die Mitgliedstaaten auf, diese EU-Vorschriften schnellstmöglich umzusetzen. Gleichzeitig plädieren sie dafür, dass die EU die Überarbeitung der Lkw-Flottengrenzwerte dafür nutzen sollten, dass Europa von den Vorteilen eines erschwinglichen emissionsfreien Warenverkehrs profitieren kann – inklusive der positiven Auswirkungen auf die Umwelt, Industrie, Lkw-Fahrer und die öffentliche Gesundheit.



Stichtag für Dekarbonisierung gefordert

Die unterzeichnenden Unternehmen fordern die EU auf, ein klares Datum festzulegen, an dem 100 Prozent der neuen Lkw emissionsfrei sein müssen. Dies ist entscheidend für die Dekarbonisierung des Sektors bis 2050, da die durchschnittliche Lebensdauer von Lkw in Europa etwa 18 Jahre beträgt. Im Brief heißt es zudem, dass für alle Lkw-Typen Klimaziele gelten sollten, um sicherzustellen, dass die Hersteller die Produktion emissionsfreier Fahrzeuge in allen Segmenten hochfahren. Im aktuellen Kommissionsvorschlag sind einige Fahrzeugtypen ausgenommen, darunter Müll- und Baufahrzeuge sowie einige städtische Lieferfahrzeuge, die oft leicht zu elektrifizieren wären und zu einer besseren Luftqualität in den Städten beitragen würden.

Viele der Unternehmen haben sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt und betonen, dass es in den kommenden Jahren entscheidend sei, dass wesentlich mehr emissionsfreie Lkw als heute zur Verfügung stehen und diese schnell geliefert werden können. Die Skaleneffekte würden die Anschaffungskosten für Elektro- und Wasserstoff-Lkw senken und dafür sorgen, dass ihre Gesamtbetriebskosten bald günstiger sind als Diesel-Lkw.

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