DSV will Integration von Schenker zügig abschließen

04.02.2026 11:15 Uhr | Lesezeit: 3 min
DSV Fahnen
Bei der Integration von Schenker ist DSV nach eigenen Angaben „schneller als erwartet vorangekommen“
© Foto: DSV

Das Geschäftsergebnis für 2025 liege innerhalb der Erwartungen, so der Logistiker, der die Integration von Schenker früher abschließen will als geplant.

Von einem „soliden Ergebnis“, das man im Jahr 2025 erzielt habe, sprach Jens H. Lund, CEO der DSV-Gruppe, bei der Vorstellung der Jahreszahlen des Logistikers am Mittwoch, 4. Februar, im dänischen Hedehusene. Das Jahr 2025 sei von erheblichen Herausforderungen auf dem Markt aufgrund von Handelsspannungen und makroökonomischen Unsicherheiten geprägt gewesen, so Lund. Vor diesem Hintergrund habe man ein Ergebnis erzielt, das „unseren Erwartungen entspricht“. Bei der Integration von Schenker – der größten und komplexesten Integration in der 50-jährigen Geschichte von DSV – sei man zudem „schneller als erwartet vorangekommen“, so Lund weiter.

Ergebnis liegt im Bereich der Prognosen

Die Integration von Schenker schreite „weiterhin zügig voran“, und man gehe nun „davon aus, dass sie bis Ende 2026 abgeschlossen sein wird“, so DSV. Für das Gesamtjahr 2025 habe man ein Ergebnis erreicht, das „trotz der schwierigen und volatilen Marktbedingungen während des gesamten Jahres im Rahmen der Prognosen“ liege. Den Plan zum Schuldenabbau habe man fortgesetzt und die verzinslichen Nettoverbindlichkeiten seit Abschluss der Transaktion um mehr als 7.000 Millionen DKK reduzieren können, basierend auf einem bereinigten Cashflow von 16.335 Millionen DKK im Jahr 2025.

Integration von Schenker soll 2026 abgeschlossen werden

Das Gewinnwachstum im vierten Quartal 2025 sei in erster Linie durch den Beitrag von Schenker getragen worden, insbesondere in den Bereichen Road und Contract Logistics. Aufgrund der Fortschritte bei der Integration von Schenker, die nach Unternehmensangaben 2025 zu 30 Prozent abgeschlossen war, geht der Logistiker nun davon aus, dass die Integration bis Ende 2026 abgeschlossen sein wird (bisher war Ende 2028 vorgesehen). „Wir rechnen weiterhin mit jährlichen Synergieeffekten in Höhe von neun Milliarden DKK, deren volle finanzielle Auswirkungen nun für 2027 erwartet werden“, so DSV. Für 2026 erwartet DSV zusätzliche finanzielle Auswirkungen aus Synergien in Höhe von mindestens 4.000 Millionen DKK, zusätzlich zu den finanziellen Auswirkungen in Höhe von 800 Millionen. DKK im Jahr 2025.

DSV verweist auf anhaltende Unsicherheiten

Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 lautet wie folgt: Das EBIT vor Sonderposten wird laut DSV voraussichtlich zwischen 23.000 und 25.500 Millionen DKK liegen, einschließlich der Synergien aus Schenker. Die Sonderposten im Zusammenhang mit Transaktions- und Integrationskosten werden voraussichtlich rund 6.500 Millionen DKK betragen. „Die aktuellen Marktunsicherheiten im Zusammenhang mit Handelszöllen, der geopolitischen Lage und makroökonomischen Faktoren dürften anhalten“, so die Einschätzung von DSV. Diese Faktoren könnten sich auf das globale Handelsumfeld auswirken, und unvorhergesehene Veränderungen könnten die Finanzprognosen beeinflussen, so DSV. Man beobachte die Marktaktivität kontinuierlich und werde Kapazitäten und Kostenbasis bei Bedarf anpassen, um die Produktivität zu verbessern, heißt es abschließend.


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