Warum immer mehr Speditionen 2025 in die Insolvenz rutschen
In einer McKinsey-Analyse zeigt sich ein weltweit steigender Bedarf an Transport- und Logistikinfrastruktur - allein 36 Billionen US-Dollar Investitionsbedarf bis 2040. Was das alles konkret für deutsche Speditionen bedeutet, erklärt Florian Neuhaus, der als Partner bei McKinsey das europäische Analytics Center für Transport und Logistik co-leitet.
Steigende Kosten, sinkende Nachfrage und ein zunehmend volatiler Markt setzen viele Speditionen massiv unter Druck. 2025 hat sich diese Entwicklung zugespitzt: Die Zahl der Insolvenzen in der Logistikbranche steigt spürbar. Während Unternehmen in den Boomjahren höhere Kosten noch an ihre Kunden weitergeben konnten, ist das heute kaum noch möglich. Gleichzeitig verschärfen fehlende Skaleneffekte, insbesondere bei digitalen Anwendungen, die Lage kleinerer Betriebe. Hinzu kommen Liquiditätsprobleme durch Nachfrageschwankungen sowie ein Nachholeffekt aus der Corona-Zeit. Auch der akute Fahrermangel mit tausenden offenen Stellen belastet die Branche zusätzlich und erschwert die Kostensteuerung. Welche strategischen Schritte mittelständische Logistiker jetzt gehen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und welche Rolle KI, neue Services und Mitarbeiterbindung dabei spielen, beleuchtet dieses Interview.