Bärbel Bas plant ein Beschäftigtendatengesetz

19.03.2026 16:22 Uhr | Lesezeit: 2 min
Künstliche Intelligenz
Bärbel Bas hat angesichts des stärkeren Einsatzes von KI Handlungsbedarf im Umgang mit Beschäftigtendaten ausgemacht
© Foto: picture alliance / Zoonar /Alexander Limbach

Ein großer Teil der Arbeitnehmer nutzt bereits KI im Job, die Bundesarbeitsministerin sieht aber rechtliche Unklarheiten und plant ein neues Gesetz.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) plant erneut ein Gesetz, das Bürokratie eher aus- als abbauen wird. Denn die SPD-Politikern sieht Handlungsbedarf im Umgang mit Beschäftigtendaten beim Vormarsch der Künstlichen Intelligenz, weshalb Deutschland laut Bas ein „Beschäftigungsdatengesetz“ brauche. „Denn wir wollen beides zusammenbringen, Rechtssicherheit und Innovationen.“ Auch wegen der in einigen Punkten unklaren Rechtslage hätten kleinere Unternehmen oft noch Berührungsängste zur KI und fürchteten Bußgelder, etwa beim Datenschutz.

Bas sieht Sorgen der Beschäftigten

Die Bundesarbeitsministerin äußerte sich aus Anlass eines Kongresses des Branchenverbands Bitkom. In ihrem vorab verbreiteten Redetext führte sie auch ein Beispiel an: die Ortung von Speditions-Lkw. „Richtig eingesetzt kann sie die Produktivität steigern“, so Bas, die aber relativierte. „Im Gesetz steht aber bislang nirgends, ob und wann sie zulässig ist.“ Beschäftigte sorgten sich ihrerseits vor Überwachungsdruck und pausenloser Leistungskontrolle.

Einsatz von KI nicht mehr wegzudenken

Künstliche Intelligenz sei schon heute aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken, betonte Bas. Mehr als 60 Prozent der Arbeitnehmer nutzten diese Technologie. „Bis Ende des Jahrzehnts wird es keinen Job mehr ohne KI-Bezug geben.“ Nötig seien jetzt eine kluge Regulierung, Mitbestimmung und Weiterbildung der Beschäftigten sowie ausländische Expertise durch Fachkräftezuwanderung, meinte die Ministerin.


Kennen Sie schon unseren VR-Rechtsblog?

In unserem VR-Rechtsblog klärt Logistikrechts-Experte und Rechtsanwalt Prof. Axel Salzmann über Vertragsangelegenheiten, Urteile, Versicherungen und vieles mehr rund um Unternehmungsführung und Speditionsalltag auf. Der Zugang zu unseren Blogs ist für Abonnenten kostenfrei. Ein unverbindliches, zwei-monatiges Kennlern-Abo können Sie gerne hier abschließen. 

Sie haben Fragen oder Themen für einen Rechtsblog, die sich unser Expertenteam genauer ansehen soll? Dann schreiben Sie uns gerne eine Mail an verkehrsrundschau@tecvia.com oder wenden Sie sich direkt an unsere Rechtsredakteurin Marie Christin Wiens.


HASHTAG


#Digitalisierung

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.