MAN investiert in sein Servicenetz

04.03.2026 10:36 Uhr | Lesezeit: 3 min
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MAN will die Digitalisierung der Werkstattprozesse weiter vorantreiben, so werden Monteure mit iPads ausgestattet
© Foto: MAN Truck & Bus

Mit einem millionenschweren Programm will MAN Truck & Bus neue Service-Stützpunkte schaffen und bestehende Standorte modernisieren. Ziel ist es, die Qualität im Service weiter zu verbessern.

Der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus hat angekündigt, bis 2030 rund 300 Millionen Euro in den Ausbau und die Weiterentwicklung seines Servicenetzes zu investieren. Man wolle damit in Europa „neue Stützpunkte schaffen, vorhandene Standorte modernisieren, die regionale Abdeckung optimieren, die Qualität im Service weiter verbessern und das Netz so auch weiter mit Hochdruck für Elektromobilität fit machen“, so das Unternehmen. Laut MAN ist es das größte Investment dieser Art in der Geschichte des Unternehmens.

Servicenetz als Wettbewerbsvorteil

MAN verfügt aktuell europaweit über rund 1200 MAN-eigene und Partner-Betriebe – mit in Summe circa 7000 Beschäftigten in MAN-Betrieben. „Unser starkes Netz ist ein Wettbewerbsvorteil. Den wollen wir weiter ausbauen. Deshalb investieren wir hier in den nächsten Jahren massiv, denn die Kombination von Produkt, Service und guter Qualität wird in den kommenden Jahren auch vor dem Hintergrund neuer Wettbewerber noch wichtiger. Wir wollen uns hier noch einmal deutlich stärker abheben und nachhaltig aufstellen“, sagte Friedrich Baumann, Vorstand für Sales und Customer Solutions bei MAN.

Wege zur Werkstatt verkürzen

Künftig sollen beispielsweise die Wege für die Kunden in die Werkstätten kürzer werden. Ziel von MAN sei es, dass künftig „fast 80 Prozent der Kunden eine Fahrzeit unter 30 Minuten zum nächsten MAN-Servicestandort haben“. Zu den wichtigsten Märkten, in denen das Ziel vorrangig und vor 2030 erreicht werden soll, gehören Deutschland, Österreich und Schweiz sowie unter anderem Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Polen und die Türkei. In einzelnen besonders Logistik-intensiven Regionen soll das Ziel unter anderem auch durch das Schaffen neuer Stützpunkte erreicht werden. „In diesen Ländern eröffnen wir im Schnitt pro Jahr sieben neue Niederlassungen“, so Baumann.

Stützpunkte für E-Mobilität fit machen

Man wolle die Vertriebs- und Servicestandorte zudem auf allen Ebenen fit für nachhaltige Mobilität machen. Bereits 2026 sollen zwei von drei Stützpunkten für die E-Mobilität vorbereitet sein. Rund ein Drittel der geplanten Investitionen von insgesamt rund 300 Millionen Euro fließen darum in Elektromobilität und Digitalisierung. Das umfasst ein Bündel an Maßnahmen:

  • Handel und Service in Europa sollen geschult werden. In Deutschland beispielsweise wird im Rahmen des Investitionsprogramms das Budget für weitere Schulungen im Bereich E-Mobilität verdoppelt, so MAN.
  • Europaweit sind bereits mehrere MAN-eigene Batteriereparatur-Zentren in Betrieb – unter anderem in Deutschland, Spanien, Belgien, Österreich und Italien. Österreich agiert dabei als Hub für die Nachbarländer Tschechien, Slowakei und Ungarn. Weitere Länder sollen innerhalb der nächsten Monate angebunden werden, kündigte MAN an. Bis 2030 ist geplant, das Netz an Batteriereparatur-Zentren weiter zu verdichten sowie alle europäischen Märkte zu erschließen.
  • Im Rahmen der Kooperation mit dem Energieunternehmen E.ON werden eine Vielzahl von MAN-Serviceniederlassungen mit öffentlich zugänglichen Ladepunkten für Elektro-Lkw ausgestattet. Insgesamt umfasst die Kooperation bis zu 400 Ladepunkte an bis zu 170 Standorten in Europa, davon bis zu 125 Standorte allein in Deutschland.
  • Die Digitalisierung der Werkstattprozesse wird vorangetrieben. Serviceberater und Monteure wurden bereits mit iPads ausgestattet, um Serviceaufträge, Dokumentationen und Kommunikation digital abzuwickeln. Zudem sollen App-Lösungen und künstliche Intelligenz die durchgängige Digitalisierung des Werkstattbesuchs unterstützen.

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