In Deutschland wünschten sich im Jahr 2025 fast 4,9 Millionen Nichterwerbstätige im Alter von 15 bis 74 Jahren eine Arbeit. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mit. Das waren gut 240 000 Personen beziehungsweise 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Erwerbslose und Stille Reserve bilden das Potenzial
Das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial setzte sich aus knapp 1,7 Millionen Erwerbslosen sowie rund 3,2 Millionen Personen in der Stillen Reserve zusammen. Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Erwerbslosen deutlich an: Sie nahm um 170 000 Personen oder 11,3 Prozent zu. Die Stille Reserve wuchs im gleichen Zeitraum um 70 000 Personen beziehungsweise 2,3 Prozent.
Qualifikationsniveau vielfach mittel oder hoch
Ein Großteil der Erwerbslosen sowie der Personen in der Stillen Reserve verfügte laut Destatis über ein mittleres oder hohes Qualifikationsniveau.
Bei den Gründen für die Inaktivität am Arbeitsmarkt zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen in der Stillen Reserve nannten Betreuungspflichten häufig als Hauptursache. Männer gaben hingegen überwiegend gesundheitliche Einschränkungen an, die einer Erwerbstätigkeit entgegenstehen.
Mikrozensus als zentrale Datengrundlage
Die Daten stammen aus dem Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland. Er liefert umfassende Informationen zur Erwerbsbeteiligung, Qualifikation und Arbeitsmarktnähe der Bevölkerung.