Mit dem heutigen Start der neuen Verkehrsmanagement-Zentrale (VMZ) Rhein-Main wird die Verkehrssteuerung in einer der verkehrsreichsten Regionen Deutschlands neu organisiert, wie zunächst die dpa vermeldete: Die Zentrale hat ihren Sitz im House of Logistics & Mobility (HOLM) am Frankfurter Flughafen und nimmt nun offiziell den Betrieb auf. Ziel sei es, den Verkehr im gesamten Rhein-Main-Gebiet besser zu koordinieren und schneller auf Störungen reagieren zu können.
Betrieben wird die VMZ von Hessen Mobil. Die Behörde teilte mit, dass die neue Zentrale mit weiteren Verkehrsmanagement-Einrichtungen vernetzt sei. Dadurch sollen Verkehrsereignisse gezielt erfasst und effizient bewältigt werden.
Echtzeitdaten als Grundlage für Verkehrslenkung
In Verkehrsmanagement-Zentralen laufen eine Vielzahl von Informationen zusammen. Dazu gehören Echtzeit-Verkehrsdaten sowie aktuelle Verkehrsmeldungen, die gebündelt und analysiert werden. Auf dieser Basis können beispielsweise bei Staus oder Unfällen Umleitungsempfehlungen ausgesprochen und Verkehrsflüsse angepasst werden.
Überörtliche Steuerung statt Insellösungen
Nach Angaben von Hessen Mobil ist eine zentrale Einrichtung für das Rhein-Main-Gebiet notwendig, da sich die Folgen von Verkehrsproblemen nicht an Verwaltungsgrenzen orientieren. «Bisher handeln größere Kommunen überwiegend innerhalb ihres jeweiligen Zuständigkeitsbereichs», erklärt Hessen Mobil.
Von der neuen Struktur sollen auch kleinere Kommunen profitieren.
Fokus auf das überregionale Straßennetz
Die Zuständigkeit der VMZ Rhein-Main liegt laut Hessen Mobil zunächst beim sogenannten Basisnetz. Dazu zählen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen innerhalb des Rhein-Main-Gebiets. «Durch die Zusammenarbeit mit Kommunen, Landkreisen oder auch der Autobahn GmbH des Bundes kann sich der Wirkungsbereich jedoch auf alle Straßenklassen ausweiten», teilte Hessen Mobil mit.