Wasserstoff-Förderung: HyWheels-Cluster plant Projekt im Raum Fulda

11.02.2026 08:03 Uhr | Lesezeit: 1 min
Digitale Plattform „HyConnect“ soll Wasserstofflogistik effizienter machen
In Fulda will ein Konsortium ein Förderprojekt starten. Voraussetzung für die Wasserstoffförderung des Bundes: Wasserstoffbedarf und Tankstellenkapazität müssen aufeinander abgestimmt sein. Mit dem Thema beschäftigt sich auch das Projekt HyConnect aus Aachen (Symbolbild)
© Foto: H2 Green Power & Logistics

Das Cluster für wasserstoffbasierte Transportlogistik will im Rahmen der Förderung des Bundesverkehsministeriums in Osthessen das Tankstellennetz ausbauen und sucht noch Speditions- und Logistikunternehmen, die Teil des Konsortiums werden.

HyWheels, ein Cluster für wasserstoffbasierte Transportlogistik aus Osthessen mit Sitz in Fulda, will einen Antrag im Rahmen der Förderung von Wasserstoff-Nutzfahrzeugen und Tankstelleninfrastruktur stellen, die das Bundesverkehrsministerium Ende Januar bekannt gegeben hat. Dafür sucht es noch Projektpartner.

Der geplante und derzeit in Vorbereitung befindliche Förderantrag des Clusters beinhaltet den Ausbau von Wasserstofftankstellen und die Beschaffung von H₂-Fahrzeugen im Paket. Konkret geht es in dem Antrag des Konsortiums um den Ausbau bestehender Tankstellen im Raum Fulda entlang wichtiger Verkehrsachsen auf die Anforderungen der AFIR (europäische Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe) und um die Beschaffung neuer Fahrzeuge.

Eckpunkte des Förderprogramms von Wasserstoffinfrastruktur und Lkw

Bei Wasserstofftankstellen

  • deckt die Bezuschussung bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionsausgaben ab und ist
  • bei maximal vier Millionen Euro je Tankstelle gedeckelt.

Im Bereich der Nutzfahrzeuge

  • darf die Bezuschussung bis zu 80 Prozent der Investitionsmehrausgaben liegen,
  • maximal jedoch bei drei Millionen Euro für alle Fahrzeuge pro Antrag.

Ein einzelner Paketantrag

  • darf insgesamt bis zu sieben Millionen Euro beinhalten.

Grundvoraussetzung für die kombinierte Förderung, so das Cluster weiter: Die Wasserstofftankstelle muss innerhalb von 24 Stunden mindestens zu zehn Prozent durch vorhandene oder noch zu beschaffende Fahrzeuge ausgelastet sein.

Konsortien könnten Anträge bis zum 31. Mai 2026 online einreichen.

Zwei Möglichkeiten für Logistiker, Teil des H2-Konsortiums aus Fulda zu werden

Speditions- und Logistikunternehmen haben zwei Möglichkeiten, Teil des Konsortiums zu werden:

  • Zum einen gibt es Fördergelder für die Anschaffung neuer H₂-Fahrzeuge.
  • Zum anderen braucht das Cluster verbindliche Zusagen zur Wasserstoffabnahme an der bestehenden Wasserstofftankstellen-Infrastruktur in Osthessen. Hierbei liege ein Vorteil für Speditionen in der Einbindung in Wasserstoff-Preisverhandlungen, teilt das Konsortium weiter mit.

Mit dem Förderprogramm seien umfangreiche Wirtschaftlichkeitsberechnungen verbunden. Das Cluster bittet interessierte Unternehmen, sich bis zum 30. März 2026 bei Christoph Burkard oder Lena Maier zu melden. Kontaktdaten der beiden Ansprechpartner finden Interessierte hier auf der Webseite von Hywheels.

Ergänzend plant das Cluster, unterstützt durch die NOW GmbH, ein Webinar anzubieten. Interessierte erhalten dort Informationen rund um passende Fördermöglichkeiten und die nächsten Schritte. Weitere Informationen zum geplanten Webinar lagen auf der Webseite noch nicht vor.


Hintergrund zum Wasserstoff-Cluster

Das Cluster entstand aus einer regionalen Initiative in Fulda und hat sich eigenen Angaben zufolge zu einem bundesweit aktiven Treiber entwickelt. Ziel ist es, entlang der klassischen Transportachsen A5/A4 sowie A7 und A66 und A3 durch eine intelligente Vernetzung von Tankstellen und Spediteuren versorgungssichere Routen auszuarbeiten. Träger ist die Region Fulda Wirtschaftsförderungsgesellschaft, finanzielle und fachliche Unterstützung kommt von der Landesstelle Wasserstoff der LEA Hessen und dem Bundesverkehrsministerium.



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