IVECO fordert bessere Rahmenbedingungen für E-Lkw

09.02.2026 14:13 Uhr | Lesezeit: 3 min
Ein ausgestellter weißer Iveco S-eWay Lkw ohne Anhänger
IVECO mahnt Tempo bei Infrastruktur für E-Lkw an (Symbolbild)
© Foto: Iveco

IVECO fordert im Austausch mit Bundesverkehrsminister Schnieder bessere Standortbedingungen, mehr Ladeinfrastruktur und verlässliche Regeln für emissionsfreie Nutzfahrzeuge.

Im Gespräch zwischen Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und dem Nutzfahrzeughersteller IVECO standen zentrale Herausforderungen und Zukunftsfragen der Branche im Fokus. Diskutiert wurde insbesondere, wie die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland gestärkt werden kann. Hohe Abgaben, steigende Energiepreise, zunehmende Bürokratie, lange Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Defizite bei der Infrastruktur belasten derzeit die industrielle Entwicklung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Voraussetzungen für den erfolgreichen Markthochlauf emissionsfreier Nutzfahrzeuge. Aus Sicht von IVECO kann die Transformation nur gelingen, wenn Infrastruktur, Wirtschaftlichkeit und politische Rahmenbedingungen konsequent zusammengedacht werden. Entscheidend seien zügige Entscheidungen zum Aufbau eines europaweit flächendeckenden Hochleistungs-Lade- und Tanknetzes mit bezahlbarer, grüner Energie.

Aktuell sei die Situation insbesondere für Transportunternehmen unbefriedigend: Die Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge sei kaum vorhanden, gleichzeitig müssten Speditionen teilweise mehrere Jahre auf Netzanschlüsse für Elektro-Lkw warten. Diese Rahmenbedingungen seien mit den Zielen der Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs nicht vereinbar.

Auch die Ausgestaltung der Klimapolitik war Thema des Austauschs. Beide Seiten betonten die Bedeutung einer technologieoffenen Regulierung, insbesondere bei den CO₂-Flottengrenzwerten. Eine Flexibilisierung der Vorgaben, etwa durch die Anrechnung von Emissionsgutschriften aus früheren Jahren, wurde grundsätzlich als sinnvoll und mit den Klimaschutzzielen vereinbar bewertet.

Im Rahmen seines Besuchs absolvierte Bundesverkehrsminister Schnieder zudem eine Probefahrt mit der vollelektrischen Sattelzugmaschine IVECO S-eWay. Anschließend informierte er sich am Standort Ulm über die Fertigung moderner batterieelektrischer und brennstoffzellenbetriebener Sattelzugmaschinen und Fahrgestelle.

„Wir brauchen klare politische Weichenstellungen, um Industrie, Logistik und Klimaziele miteinander zu vereinbaren“, sagte Christian Sulser, Vorstandsvorsitzender der IVECO Deutschland AG. „Die Nutzfahrzeugbranche steht vor einer entscheidenden Phase. Die Transformation kann nur durch Technologieoffenheit, den konsequenten Ausbau der Lade- und Tankinfrastruktur und durch wirtschaftlich tragfähige Lösungen erfolgreich gelingen.“


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