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Ein Überblick über die Fachlagerist Ausbildung

24.04.2024 18:10 Uhr | Lesezeit: 3 min
Ein Lagerarbeiter sichert mit einer Bandspenderpistole einen Karton
Auch das Kommissionieren – das Zusammenstellen verschiedener Produkte zu einem Paket – gehört zum Alltag eines Fachlageristen
© Foto: sturti/GettyImages

Ein funktionierendes Lager ist das Herzstück eines jeden Logistikunternehmens. Doch wie läuft die Ausbildung zum Fachlageristen ab? Welche Themenschwerpunkte werden behandelt und wo kann man sich anschließend bewerben?

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Als Fachlagerist ist man der Fachmann im Lager: Weil man die Ware selbst annimmt und einlagert, weiß man genau, wo alles steht und wie viel davon. Somit fällt auch das Versenden zusammengestellter Lieferungen nicht schwer – ebenso wenig wie das Ausstellen von Lieferpapieren, oder dem Be- und Entladen der Transporter. In der Ausbildung zum Fachlageristen erlernt man das alles, genau so wie den Umgang mit Ladekränen, Hebebühnen, Gabelstaplern und Handscannern.

Ist die Fachlagerist Ausbildung eine kaufmännische Ausbildung?

Ob es sich bei der Ausbildung zum Fachlageristen um eine kaufmännische Ausbildung handelt ist nicht eindeutig zu beantworten. Der Fachlagerist zählt, wie auch die Fachkraft für Lagerlogistik und für Hafenlogistik, zu den Warenumschlag- und Lagerberufen. Allerdings kann man die Ausbildung auch oft unter den kaufmännischen Ausbildungen gelistet finden.

Zu den kaufmännischen Ausbildungen zählen beispielsweise auch der Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen, für Express-, Kurier- und Postdienstleistungen, für Groß- und Außenhandelsmanagement, für Büromanagement, oder für IT-System-Management. Diese zeichnen sich durch Tätigkeiten des Handels aus, wie organisieren, beraten, planen, kommunizieren, verwalten, Preise berechnen, Prozesse optimieren und Rechnungen erstellen.

Was macht man in der Ausbildung zum Fachlageristen?

Die Ausbildung zum Fachlageristen beinhaltet beispielsweise folgende Inhalte:

  • Ware auszeichnen, sortieren und für die Lagerung und den Transport vorbereiten
  • Lagerbestände und Auftragsunterlagen kontrollieren und Lagerkennzahlen unterscheiden 
  • Gefahrgüter, gefährliche Arbeitsstoffe, Zollgut, verderbliche Waren handhaben
  • Zusammengestellte Sendungen und Begleitpapiere auf Vollständigkeit prüfen, Transportgüter kennzeichnen, beschriften und sichern

In der Berufsschule lernt man unter anderem Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde, und das richtige Lagern, Verpacken und Kommissionieren von Gütern, sowie Datenverarbeitung.

Fachlagerist scannt Box in Lager
Der Handscanner gehört zum Fachlageristen wie der Rotstift zum Lehrer 
© Foto: alvarez/GettyImages

Wie lange dauert die Fachlagerist Ausbildung?

Die Ausbildung zum Fachlageristen dauert nur 24 Monate (zwei Jahre). Damit ist sie ein Jahr kürzer als die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Wo genau die Unterschiede zwischen Fachlagerist und Fachkraft für Lagerlogistik liegen, erklären wir in folgendem Artikel: Was ist der Unterschied zwischen Fachkraft für Lagerlogistik und Fachlagerist?

Kann man die Ausbildung zum Fachlageristen verkürzen?

 Eine Verkürzung ist in Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb in der Regel möglich. Laut Bundesagentur für Arbeit kann man häufig die vorgeschriebene Ausbildungsdauer verkürzen, sofern

  • man über einen mittleren Bildungsabschluss, allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife verfügt. Damit kann man seine Ausbildungszeit um bis zu 6, beziehungsweise 12 Monate verkürzen. Allerdings muss man dafür gemeinsam mit dem Ausbildungsbetrieb einen Antrag bei einer zuständigen Kammer stellen (beispielsweise der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer).
  • Ein bestimmter Notendurchschnitt in der Zwischenprüfung kann ebenfalls eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglichen. Dazu muss ein Antrag gestellt werden, dem die Berufsschule und der Ausbildungsbetrieb zustimmen müssen.
  • Eine vorherige, abgeschlossene Ausbildung kann die Ausbildung ebenso um bis zu zwölf Monate verkürzen. Auch Einstiegsqualifizierung, Berufsfachschule oder Berufsgrundbildungsjahr können gegebenenfalls angerechnet werden. Hierfür muss ebenfalls gemeinsam mit dem Ausbildungsbetrieb ein Antrag bei einer zuständigen Kammer gestellt werden.

Wo kann man sich nach der Ausbildung zum Fachlageristen bewerben?

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zum Fachlageristen findet man in einigen Speditionen Arbeit, sowie in anderen Logistik- und Handelsfirmen. Zudem findet man in jedem Industriebetrieb, das ein Lager hat, einen möglichen Arbeitgeber. Diese reichen von der Automobilindustrie bis zu Zementherstellern. 

Fachlageristin neben Wagen mit Kisten im Auslieferungslager
Wo ist was? Auf die Fachlageristen ist Verlass – sie wissen genau, wo alles verstaut ist 
© Foto: alvarez/GettyImages

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Fachlagerist?

In den zwei Jahren Ausbildung staffelt sich die Vergütung pro Monat 2024 basierend auf Tarifinformationen des Bundes und der Länder von Berufenet beispielsweise so:

1. Jahr

747 - 1140 Euro

649 - 1160 Euro

im Groß- und Außenhandel

im privaten Verkehrsgewerbe

2. Jahr

804 - 1193 Euro 

766 - 1227 Euro 

im Groß- und Außenhandel

im privaten Verkehrsgewerbe



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