Fraunhofer-Studie: Kreative Büros stärken Innovationsfähigkeit

12.02.2026 13:01 Uhr | Lesezeit: 3 min
Junge weibliche Führungskraft mit Telefon im Büro
Innovation im Büro braucht mehr als Präsenz (Symbolbild)
© Foto: wavebreakmedia/GettyImages

Eine Studie des Fraunhofer IAO zeigt: Nicht Anwesenheit, sondern gezielt gestaltete Büroflächen und abwechslungsreiche Arbeit fördern Innovation.

Trotz zunehmender Homeoffice-Nutzung bleibt das Büro für viele Unternehmen der zentrale Ort für Austausch und Zusammenarbeit. Doch ob physische Präsenz tatsächlich die Innovationsfähigkeit stärkt, hängt von mehreren Faktoren ab. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Das Büro als Corporate Innovation Hub“, die im Innovationsnetzwerk OFFICE® am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO durchgeführt wurde.

Die Untersuchung zeigt deutlich: Allein die Anwesenheit im Büro steigert nicht automatisch die Innovationskraft eines Unternehmens. Entscheidend ist vielmehr, wie Arbeitsflächen konzipiert und genutzt werden.

Qualität der Arbeitsumgebung als Schlüsselfaktor

„Nicht der Ort an sich bestimmt, wie innovativ Mitarbeitende arbeiten“, erklärt Milena Bockstahler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer IAO. Neben der Aufgabenkomplexität und der Art der Zusammenarbeit spiele insbesondere die Qualität der Arbeitsumgebung eine zentrale Rolle.

Damit das Büro tatsächlich zum Innovationsort wird, müssen Flächen gezielt für kreative Prozesse und interdisziplinäre Begegnungen gestaltet werden. Räume für Ideengenerierung, flexible Meeting-Zonen und Bereiche für spontane Zusammenarbeit fördern den bereichsübergreifenden Austausch. Ergänzend tragen flexible Arbeitszeiten und variable Arbeitsorte dazu bei, individuelle Arbeitsrhythmen besser zu berücksichtigen.

Abwechslung und Lernräume fördern Kreativität

Die Studie identifiziert zudem Abwechslung und Freude an der Arbeit als wichtige Innovationstreiber. Monotone Routinen wirken sich hingegen hemmend auf kreative Prozesse aus.

„Mitarbeitende benötigen regelmäßig neue Impulse und die Möglichkeit, an anspruchsvollen Projekten mitzuwirken“, so Bockstahler. Auch kontinuierliches Lernen stärkt die Innovationsbereitschaft. Entsprechend gewinnen Lernlounges, Bibliotheken oder Schulungsräume als Orte des Wissensaustauschs an Bedeutung.

Fazit: Innovationsfähigkeit braucht Struktur

Die Ergebnisse der Untersuchung machen deutlich, dass Unternehmen Innovation aktiv fördern müssen. Entscheidend sind durchdachte Raumkonzepte, flexible Arbeitsmodelle und Angebote, die Lernen und kreative Zusammenarbeit unterstützen. Erst im Zusammenspiel dieser Faktoren kann das Büro seine Rolle als Corporate Innovation Hub tatsächlich erfüllen.


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