Lufthansa-Streiks betreffen auch Cargo-Segment

12.02.2026 10:58 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Umfangreiche Flugausfälle durch Lufthansa-Streiks (Symbolbild)
© Foto: Lufthansa Cargo

Streiks von Piloten und Kabinenpersonal führen zu massiven Flugausfällen bei Lufthansa. Erst am 13. Februar wird wieder mit Normalbetrieb gerechnet.

Bei der Lufthansa haben die angekündigten Arbeitsniederlegungen von Piloten und Kabinenpersonal begonnen. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Ufo bestätigte den Start der Maßnahmen in der Nacht. Aufgrund der ganztägigen Streiks bleiben zahlreiche Maschinen der größten deutschen Airline am Boden. Konkrete Zahlen zu den betroffenen Flügen nannte das Unternehmen zunächst nicht, kündigte jedoch weitreichende Streichungen im Flugplan an.

An großen Drehkreuzen wie Frankfurt und Berlin sind auf den Anzeigetafeln nur noch wenige Lufthansa-Verbindungen aufgeführt. Passagiere sollen sich überwiegend digital über den Status ihrer Flüge informieren und nach Möglichkeit nicht ohne vorherige Rückmeldung zum Flughafen anreisen. Lufthansa bietet in großem Umfang elektronische Umbuchungen an. Eine Rückkehr zum regulären Flugbetrieb wird erst für Freitag, 13. Februar 2026 erwartet.

Unterschiedliche Ziele von Streik und Warnstreik

Der Ausstand betrifft rund 4.800 Pilotinnen und Piloten der Lufthansa und Lufthansa Cargo. Sie fordern höhere Arbeitgeberbeiträge zu Betriebs- und Übergangsrenten. Bereits im Herbst hatten die Mitglieder in einer Urabstimmung mit deutlicher Mehrheit für Arbeitskampfmaßnahmen votiert. In den vergangenen Monaten war es dennoch zunächst nicht zu einem Streik gekommen.

Parallel dazu ruft die Kabinengewerkschaft Ufo zu einem Warnstreik auf. Betroffen sind knapp 20.000 Beschäftigte bei der Kernmarke Lufthansa sowie bei der Regionaltochter Cityline. Hintergrund sind laufende Tarifauseinandersetzungen. Nach Angaben der Gewerkschaft sind bei Cityline im Zuge der Konzernstrategie rund 800 Arbeitsplätze gefährdet. Ufo fordert einen tariflichen Sozialplan, der bislang nicht mit dem Management vereinbart werden konnte.

Vorstand sieht keinen finanziellen Spielraum

Der Lufthansa-Vorstand bezeichnete die Arbeitsniederlegungen als „völlig unnötige Eskalation“. Die Forderungen der Gewerkschaften würden zu erheblichen zusätzlichen Kosten bei der Kerngesellschaft führen, erklärte Personalvorstand und Arbeitsdirektor Michael Niggemann in Berlin. Für weitere finanzielle Belastungen gebe es jedoch keinen Spielraum.

Die größte Airline des Konzerns war 2024 in die Verlustzone geraten. Mit dem Sanierungsprogramm „Turnaround“ soll das Unternehmen wieder wirtschaftlich stabilisiert werden. Neue Geschäftszahlen will der MDax-Konzern am 6. März vorlegen.


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