Wegen maroder Bausubstanz muss erneut eine Autobahnbrücke in Nordrhein-Westfalen für Lkw gesperrt werden, dieses Mal in Bonn. Ab dem 9. Februar dürfen Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen zulässigem Gewicht nicht mehr über die Nordbrücke in Bonn fahren, wie die Autobahn-Gesellschaft des Bundes mitteilte. Die Brücke ist Teil der Autobahn 565 und eine der wichtigsten Verkehrsachsen im Raum Bonn. Täglich fahren dort 100.000 Fahrzeuge über den Rhein, davon etwa gut fünf Prozent Schwerlastverkehr.
Probleme könnten sich noch viele Jahre lang auswirken
Für eine so starke Verkehrsbelastung sei die Brücke aus den 1960er Jahren nie gedacht gewesen, schrieb die Autobahn GmbH. Zuletzt waren bei Überprüfungen zahlreiche Schäden aufgefallen. Außerdem gibt es an einem Teil der Brücke statische Probleme. „Stand heute müssen wir leider damit rechnen, dass das Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen bis zum Neubau bestehen bleiben könnte, um die Sicherheit der Brücke für den übrigen Verkehr gewährleisten zu können“, so die Autobahn-Gesellschaft. Ein Neubau wird allerdings dauern, denn die Autobahn GmbH schreibt weiter: „Mit einem Baubeginn ist nach heutigem Kenntnisstand frühestens in den 2030er-Jahren zu rechnen.“
Logistikverband warnt vor Staubelastung
Der Landesverband Verkehrswirtschaft und Logistik hatte bereits gewarnt, die Sperrung der Nordbrücke für schwere Fahrzeuge werde jeden Tag Auswirkungen für rund 8000 Lkw-Fahrten haben. Sie müssten entweder auf den ohnehin überlasteten Kölner Autobahnring ausweichen oder mitten durch die Stadt Bonn fahren. Für die Logistikunternehmen bedeute das hohe Mehrkosten.