Die deutschen Ausfuhren sind mit einem Dämpfer ins neue Jahr gestartet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gingen die Exporte im Januar auf 130,5 Milliarden Euro zurück – ein Minus von 2,3 Prozent im Vergleich zum sehr starken Dezember. Im Jahresvergleich ergibt sich dagegen ein leichter Anstieg von 0,6 Prozent.
Besonders spürbar war die Entwicklung im Europageschäft:
Die Lieferungen in die EU‑Staaten sanken gegenüber Dezember um 4,8 Prozent auf 71,6 Milliarden Euro.
Auch im Handel mit China kam es zu einem deutlichen Rückgang. Die Exporte in die Volksrepublik brachen um gut 13 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro ein.
Ein Lichtblick bleibt der wichtigste Absatzmarkt der deutschen Exportindustrie: Die Ausfuhren in die USA stiegen um 11,7 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro.
Die Importe nach Deutschland fielen im Januar ebenfalls spürbar: Mit 109,2 Milliarden Euro lag ihr Wert 5,9 Prozent unter Dezember und 4 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Zu Jahresbeginn war die Stimmung in der Branche noch verhalten positiv. Die Ifo‑Exporterwartungen waren im Februar erstmals wieder in den positiven Bereich geklettert. Doch diese Daten wurden erhoben, bevor der Krieg im Iran eskalierte.
Nun belasten steigende Ölpreise und geopolitische Risiken die Aussichten der Exportnation Deutschland erneut. Höhere Energiekosten verteuern Transporte und Lieferketten – ein Risiko für eine Branche, die ohnehin unter schwacher globaler Nachfrage leidet.