Max Wild und Gomm entwickeln neue Aufbauten-Lösungen für E-Trucks

06.03.2026 13:51 Uhr | Lesezeit: 2 min
Chrisbo
Ein E-Actros steht bereit für den individuellen Umbau bei Max Wild und Gomm Fahrzeugbau
© Foto: Max Wild GmbH

Weil klassische Nebenantriebe und Steuerungssysteme nicht mehr über den Verbrennungsmotor laufen, fehlten Fuhrparkbetreibern zuweilen praxistaugliche Lösungen für viele Anwendungen. Die Unternehmen Max Wild und Gomm Fahrzeugbau haben nun ein gemeinsames Konzept entwickelt, das individuelle Aufbauten für E-Lkw ermöglicht und eine bisher bestehende Marktlücke schließt.

Die Elektrifizierung im schweren Nutzfahrzeugsegment bringt neue Anforderungen an Fahrzeugaufbauten mit sich. Für viele Anwendungen – vom Abrollkipper bis zum Abfallsammelfahrzeug – fehlten bislang praxistaugliche Lösungen, weil Steuerungs- und Hydrauliksysteme traditionell an den Verbrennungsmotor gekoppelt waren Steuerungen und Antriebe, die klassischerweise an den Verbrennungsmotor angekoppelt werden, müssen jetzt batterieelektrisch betrieben werden.

Zwei Unternehmen bündeln Kompetenzen

Die Max Wild GmbH aus Berkheim und die Gomm Fahrzeugbau GmbH aus Kißlegg haben nun gemeinsam mehrere E-Lkw mit individuellen Aufbauten realisiert. Gomm übernimmt Konstruktion und Aufbau, Max Wild liefert Komponenten, Energieversorgung sowie Steuerungs- und Regelungstechnik. Als Certified Excellence Partner von Bosch Rexroth kann Max Wild auf ein breites Portfolio elektrischer Antriebskomponenten zugreifen, darunter Motoren, Wechselrichter und DC/DC-Wandler. Die Engineering-Abteilung verantwortet zudem Kommunikation, Software und Steuerung der Systeme.

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Die Steuerungs - und Regeltechnik wird individuell im Rahmen der Sattelzugmaschine verbaut
© Foto: Max Wild GmbH

Flexible Integration der Technik

Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist die platzsparende Integration der Steuerungs- und Regelungstechnik. Die Systeme werden nicht an einem festen Ort verbaut, sondern je nach Fahrzeugtyp und Kundenanforderung frei positioniert. Der Aufbau erfolgt  um die Hauptkomponenten herum, wodurch Komponenten sowie die Steuerungs- und Regelungstechnik frei auf dem E-Lkw platziert werden können. Damit lassen sich unterschiedliche Leistungsanforderungen und Fahrzeuggrößen abbilden.

Einsatzfelder und bisherige Projekte

Die Unternehmen haben bislang vier E-Lkw mit Sonderaufbauten ausgestattet, darunter Lösungen für Abroll- und Absetzkipper, Ladekrane und Abfallsammelfahrzeuge. Ein weiteres Beispiel ist ein Aufbau zum Abladen von Holzpellets. Die Kooperation der beiden Firmen besteht seit Jahren und wurde bereits 2015 mit der gemeinsamen Entwicklung eines Recycling-Lkw für HDD- und Geothermieprojekte vertieft.


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