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Bayern – Tirol – Südtirol: Gemeinsames Lkw-Verkehrsmanagement in Sicht

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Österreich, Südtirol und Deutschland wollen ein grenzüberschreitendes Verkehrsmanagement mit Hilfe eines Slotsystems für Lkw einführen
© Foto: picture alliance/SvenSimon/Malte Ossowski

Das Ziel des länderübergreifenden Projektes sei ein digitales Verkehrsmanagement für Lkw am gesamten Brennerkorridor.


Datum:
27.03.2023
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit:
3 min
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Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel und der Bayerische Staatsminister Christian Bernreiter fanden sich am vergangenen Freitag, 24. März, zum ersten gemeinsamen Treffen mit ihrem Amtskollegen Landesrat Daniel Alfreider in Bozen ein.

Die drei Länder haben gemeinsam vereinbart, auf technischer Ebene ein neues System des Verkehrsmanagements zu vertiefen. Alle drei Länder seien sich einig, dass man nur mit einer abgestimmten und gemeinsamen Verkehrspolitik Verbesserungen am Brennerkorridor erwirken kann, sagt Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel: „Der Brennerkorridor könnte mit einem digitalen Verkehrsmanagement für Transit-Lkw eine Vorbildregion werden, von dem die belastete Bevölkerung wie auch die Transportwirtschaft gleichermaßen profitieren wird."
„Wichtig für das gemeinsame Verkehrsmanagement ist vor allem der Austausch von Verkehrsdaten, um mehr Planbarkeit zu schaffen – daran wollen die drei Länder gemeinsam arbeiten", unterstreicht Südtirols Mobilitätlandesrat Daniel Alfreider. „Wir wollen Sicherheit für die Verkehrsteilnehmenden, mehr Lebensqualität für die Anrainerinnen und Anrainer und natürlich auch Entlastung für die Umwelt erreichen, das geht nur, wenn die Staaten den Korridor als Gemeinsames sehen", sagt Alfreider. Der Güterverkehr auf der Brennerlinie solle künftig gemeinsam digital gemanagt werden, welches System für das gemeinsame digitale Verkehrsmanagement am besten funktioniere, sei auszuloten, betonte Alfreider. Um die entstehenden Herausforderungen im Detail abzustecken, wurde zu Jahresbeginn eine Expertengruppe zwischen den drei Ländern ins Leben gerufen.

Slotsystem für grenzüberschreitendes Verkehrsmanagement

Die Fachleute dieser Arbeitsgruppe haben nun ihre Fortschritte den Verkehrslandesräten der drei Regionen präsentiert. Nun gilt es, die Ergebnisse der Arbeitsgruppe zu sichten und zu bewerten, bevor sie im Anschluss an die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol sowie dem Ministerpräsidenten von Bayern übergeben werden sollen.

„Mit dem gemeinsam erarbeiteten Vorschlag der Arbeitsgruppe sind wir schon einen erheblichen Schritt weiter. Tirol, Bayern und Südtirol stehen vor den gleichen Herausforderungen und es ist wirklich erfreulich, wie konstruktiv hier gemeinschaftlich – auf politischer wie auf Fachebene – gearbeitet wird, um unserem gemeinsamen Ziel, die Brennerroute planbarer zu machen, näher zu kommen“, so Zumtobel.

„Ich freue mich über die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen, länderübergreifenden und digitalen Slotsystem für den gesamten Brennerkorridor. Heute haben wir einen wichtigen Zwischenschritt erreicht: Zum ersten Mal haben sich Regierungsmitglieder aller drei Regionen gemeinsam mit dem Thema Slotsystem auseinandergesetzt und den Entwurf für eine gemeinsame Erklärung erarbeitet. Ein grenzüberschreitendes Verkehrsmanagement würde für Bayern das Ende der Staus bei Blockabfertigungen bedeuten. Das wäre eine große Entlastung für die Bevölkerung vor Ort und natürlich auch die Lkw-Fahrer. Es liegt noch Arbeit vor uns, aber die Zusammenarbeit ist sehr konstruktiv“, zeigte sich Bayerns Verkehrsminister Bernreiter zuversichtlich.

>> Streit um Blockabfertigungen: So soll das SLOT-System für den Brenner funktionieren

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