BALM-Schwerpunktkontrollen: Über 1.600 Lkw im Visier der Kontrolleure

08.09.2026 11:44 Uhr | Lesezeit: 1 min
Ein Polizeibeamter überprüft einen Lkw auf einem Rastplatz an der Autobahn
Kabotage, Ruhezeiten und technische Sicherheit gehören weiterhin zu den zentralen Kontrollschwerpunkten im Güterverkehr. Wie das BALM seine Kontrollen im Juli ausgerichtet hat, zeigen die jetzt veröffentlichten Ergebnisse
© Foto: Patrick Pleul/ picture alliance

An fünf Kontrolltagen im Juli überprüfte das Bundesamt für Logistik und Mobilität Lkw auf Kabotageverstöße, Verstöße gegen Ruhezeitvorschriften und technische Mängel. Die Ergebnisse der Schwerpunktaktion.

Mit bundesweiten Schwerpunktkontrollen überwacht das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) regelmäßig die Einhaltung wichtiger Vorschriften im Straßengüterverkehr. Im Juli lag der Fokus insbesondere auf Kabotage, Ruhezeiten und der technischen Sicherheit von Lkw.

Wie häufig werden bei Straßenkontrollen Verstöße festgestellt? Wo kontrolliert das BALM besonders häufig? Einen Einblick liefern die aktuellen Ergebnisse.

An fünf Tagen kontrollierten demnach 398 Beamte des Verkehrskontrolldienstes, ob die Kabotagebestimmungen eingehalten wurden und ob die Fahrer ihre regelmäßige wöchentliche Ruhezeit wie vorgegeben nicht im Fahrzeug verbracht haben.

Daneben überprüften 31 TUK-Experten die technische Sicherheit der Fahrzeuge (Technische Unterwegskontrolle, TUK). Unterstützt wurde das BALM zum Teil von der Polizei.

Die nun veröffentlichte Bilanz zeigt, wie viele Fahrzeuge kontrolliert wurden und welche Verstöße die Beamten dabei feststellten.


Kabotage, Ruhezeiten und Technik: Die Kontrollbilanz im Juli

  • Kontrolltage waren der 6. Juli, der 16./17. Juli und der 29./30 Juli
  • Die Anzahl an Kontrollorten betrug 109
  • An Kräften waren 398 Beamte des Verkehrskontrolldienstes und 31 TUK-Experten vor Ort
  • Insgesamt führte das BALM 1.617 Verkehrskontrollen durch
  • Es vereinnahmte dabei insgesamt rund 150.248 Euro an Sicherheitsleistungen

Diese Verstöße stellten die Kontrolleure fest

1. Kabotagebestimmungen:

  • Hier kontrollierten die Beamten 1.334 Fahrzeuge.
  • Sie stellten 50 Beanstandungen mit 72 Verstößen fest.

2. Verbot, die wöchentliche Ruhezeit im Fahrzeug zu verbringen:

  • Hier kontrollierte das BALM in 474 Fällen.
  • Es stellte 31 Verstöße fest.

3. Technische Mängel an Fahrzeugen:

  • Die Beamten nahmen bei ihren Kontrollen 123 Lkw unter die Lupe.
  • Sie stellten insgesamt 25 Verstöße fest.


Warum das BALM diese Kontrollstellen auswählte

Insgesamt war das BALM im Juli an 109 Kontrollstellen vor Ort. Der Fokus bei der Auswahl der Kontrollorte lag auf stark von gebietsfremden Fahrzeugen befahrene Strecken und Verkehrsknotenpunkten. Außerdem wichtig bei der Auswahl waren Standorte bei großen Verladern aus der Industrie sowie Logistik- und Versandhandelsunternehmen.

Auch weitere Faktoren spielten eine Rolle, etwa das zu erwartende Verkehrsaufkommen, Feststellungen vorausgegangener Kontrollen sowie Erfahrungswerten aus dem Kontrolldienst.

Das Bundesamt weist jedoch darauf hin, dass die Ergebnisse nicht als repräsentativ für den gesamten Straßengüterverkehr verstanden werden dürfen. Es handle „sich bei den Kontrollergebnissen von Schwerpunktaktionen grundsätzlich nicht um repräsentative Ergebnisse“, teilt es mit. Somit könne man auch nicht über die Ergebnisse auf die Gesamtsituation schließen.

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