Wenige Tage vor dem Start der IAA-Transportation gewährt MAN einen ersten Blick auf den neuen TGX, der auf der Messe präsentiert werden wird. Die genaue Optik bleibt bis zur Enthüllung am 14. September zwar noch geheim, was man auf den Bildern aber schon erkennen kann, ist, dass die neue TGX-Front um zwölf Zentimeter nach vorne gezogen wurde, was die Aerodynamik spürbar verbessern dürfte.
Zudem wird die TGX-Kabine, die weiterhin auf dem Rohbau des Vorgängermodells basiert, mit verbesserten Sichtverhältnissen aufwarten. Dafür zogen die MAN-Designer die Windschutzscheibe weiter herunter, was zusammen mit dem jetzt flacher bauenden Armaturenträger die Direktsicht nach vorne erhöht.
Ebenfalls mehr sehen können MAN-Fahrer/innen nun auch nach rechts zur Seite. Dafür sorgt das neue, optionale Fenster im unteren Bereich der Beifahrertür, das beispielsweise nebenstehende Fahrradfahrer im Stadtverkehr sichtbar macht.
Neue Batterien beim eTGX
Neuheiten gibt MAN darüber hinaus für das batterieelektrische Schwermodell eTGX bekannt. Die neue Batteriegeneration soll bis zu zehn Prozent mehr nutzbare Energie speichern können, ohne die Nutzlast zu verringern. Bei einer typischen 4x2-Sattelzugmaschine mit sechs Batterien und einer Gesamtkapazität von 552 kWh erhöht sich die Reichweite dadurch auf 660 Kilometer.
Topmodell immer mit drei Achsen
Zudem stattet MAN die eTGX-Sattelzugmaschine nun mit bis zu sieben Batteriepaketen aus. Dadurch steigt die Nettokapazität auf bis zu 644 kWh, was die Reichweite auf bis zu 720 Kilometer ansteigen lassen soll.
Ähnlich wie die Wettbewerber Volvo Trucks und Renault Trucks wird aber auch MAN seine E-Sattelzugmaschinen mit hoher Batteriekapazität mit einer zusätzlichen Nachlaufachse ausrüsten, damit die zulässigen Hinterachslasten bei beladenem Auflieger nicht aus dem Ruder laufen.
Rein technisch sind die „eTGX 6x2“-Modelle für bis zu 50 Tonnen Zuggesamtgewicht zugelassen. Wohl auch vor diesem Hintergrund nimmt MAN zusätzlich eine neue E-Motorvariante mit bis zu 598 PS Leistung ins Programm.