Die Kombiverkehr KG erweitert im Herbst 2026 ihr Angebot im europäischen Kombinierten Verkehr. Mit neuen Verbindungen nach Schweden, Spanien und Italien sowie zusätzlichen Kapazitäten auf einer bestehenden Relation reagiert das Frankfurter Unternehmen auf die Nachfrage von Speditionen und Logistikdienstleistern nach flexiblen Schienenlösungen.
Ziel ist es, weitere Transportmöglichkeiten für die Verlagerung von Güterverkehren auf die Schiene zu schaffen und die Netzwerkabdeckung in Europa auszubauen.
Neue Direktverbindung nach Schweden
Seit dem 2. September verbindet eine neue Relation Duisburg mit Malmö. Zunächst werden zwei Rundläufe pro Woche angeboten, ab Januar 2027 soll die Frequenz auf vier Verbindungen pro Woche steigen.
Besonderheit der Strecke ist die direkte Schienenanbindung über Dänemark ohne Fährtransport. Dadurch lassen sich Verkehre zwischen Süd- und Nordeuropa durchgängig auf der Schiene abwickeln. Kombiverkehr nennt dabei Verbindungen von Spanien über Deutschland bis nach Schweden als mögliches Einsatzszenario.
Mehr Kapazität zwischen Köln und Basel
Ab dem 7. September erhöht Kombiverkehr die Zahl der Rundläufe zwischen Köln-Eifeltor und Basel von drei auf fünf pro Woche. Damit steigt die Kapazität auf der wichtigen Nord-Süd-Achse deutlich.
Die Relation ist insbesondere für Verkehre zwischen dem Rheinland, Süddeutschland und der Schweiz relevant. Nach Unternehmensangaben verbessert die höhere Frequenz die Planbarkeit und schafft zusätzliche Versandoptionen für Kunden.
Regensburg erhält Anschluss an das Netzwerk
Auch der Verkehr zwischen Deutschland und Italien wird erweitert. Ab dem 8. September wird die Relation Regensburg–Verona Quadrante Europa mit zwei Rundläufen pro Woche bedient.
Damit wird das Container Terminal Regensburg erstmals direkt in das europaweite Netzwerk der Kombiverkehr KG eingebunden. Für Verlader in Bayern entstehen dadurch zusätzliche Schienenverbindungen nach Norditalien.
Neue Spanienverbindung ab Oktober
Zum 5. Oktober startet außerdem eine neue Direktverbindung zwischen Neuss und Barcelona Morrot. Geplant sind drei Rundläufe pro Woche.
Die Relation ergänzt bestehende Verbindungen nach Spanien und eröffnet zusätzliche Transportmöglichkeiten auf der Achse Deutschland–Iberische Halbinsel. Über Barcelona bestehen weitere Bahnanschlüsse innerhalb Spaniens, unter anderem nach Madrid und Constanti.
Mehr Flexibilität für Speditionen
Mit den neuen Angeboten setzt Kombiverkehr auf eine Verdichtung bestehender Verkehre und die Erschließung zusätzlicher europäischer Märkte. Besonders die Kombination aus höheren Frequenzen und neuen Relationen soll die Disposition für Speditionen erleichtern.
Zudem gewinnt der Schienengüterverkehr vor dem Hintergrund von Niedrigwasserereignissen, Kapazitätsengpässen und Klimazielen weiter an Bedeutung.
Ausbau des Kombinierten Verkehrs
Die neuen Verbindungen unterstreichen den Trend zu stärker vernetzten europäischen Intermodal-Verkehren. Durch zusätzliche Relationen und bessere Terminalanbindungen will Kombiverkehr die Attraktivität der Schiene im internationalen Güterverkehr weiter erhöhen.
Für Verlader und Logistikunternehmen entstehen damit zusätzliche Optionen, Transporte flexibel zwischen Straße und Schiene zu kombinieren.