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EU-Kommission verteidigt ihre Vorschläge zu Euro 7

Mit Euro 7 will die EU-Kommission sicherstellen, dass die EU ihre globale Spitzenposition bei technischer Innovation und Wettbewerbsfähigkeit über Jahrzehnte behalte
© Foto: iStock/ gorodenkoff

Die Lkw-Hersteller sollten sich bei Forschung und Entwicklung deshalb vor allem auf die Bereitstellung CO2-neutraler Lkw und Busse konzentrieren. Das sei weiterhin der Wunsch der EU-Kommission.


Datum:
09.01.2023
Autor:
Kay Wagner
Lesezeit:
3 min
1 Kommentare

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Die EU-Kommission hat die zum Teil heftige Kritik an ihren Vorschlägen zur geplanten Euro 7 Norm für Lkw zurückgewiesen. Die für Euro 7 vorgeschlagenen Abgas- und Umweltnormen seien mit bereits vorhandenen Technologien zu erreichen, teilte ein EU-Beamter auf VR-Anfrage mit. Ein allzu großer Forschungs- und Entwicklungsaufwand müsse für Euro 7 – anders als unter anderem vom europäischen Dachverband der Lkw-Hersteller Acea kritisiert – nicht betrieben werden.

CO2-neutraler Lkw und Busse sind erwünscht

Die Lkw-Hersteller sollten sich bei Forschung und Entwicklung deshalb vor allem auf die Bereitstellung CO2-neutraler Lkw und Busse konzentrieren. Das sei weiterhin der Wunsch der EU-Kommission. Deshalb habe die Kommission bei der Festlegung der Euro 7 Normen bewusst darauf geachtet, dass diese Normen mit der Anwendung von bereits am Markt verfügbaren Spitzentechnologien erreichbar seien. Euro 7 stelle keine wirkliche Doppelbelastung bei Forschung und Entwicklung dar.

Allerdings müssten die neuen Normen auch anspruchsvoll sein, um langfristig zu wirken. Mit Euro 7 wolle die EU-Kommission zum einen sicherstellen, dass die EU ihre globale Spitzenposition bei technischer Innovation und Wettbewerbsfähigkeit über Jahrzehnte behalte. Zum anderen sei Euro 7 ein wichtiger Beitrag zum Erreichen der EU-Klimaziele und zur Verbesserung der Luftqualität.

Euro 7 soll neue Maßstäbe schaffen

Euro 7 sorge dabei für ein Niveau, das allein mit Euro 6 Lkw nicht zu schaffen sei. Durch Euro 7 würden die NOx-Emissionen von Lkw und Bussen 2035 noch einmal um 56 Prozent niedriger liegen, als wenn weiter nur Euro 6 Lkw fahren würden. Allgemein werde der Anteil an schädlichen Partikeln um 39 Prozent gegenüber Euro 6 zurückgehen.

Außerdem sehe Euro 7 erstmals Grenzwerte für den Abrieb von Reifen und Bremsbelägen vor. Das sei richtungsweisend für die Zukunft. Denn wenn der Lkw-Verkehr eines Tage CO2-frei sein werde, würden ja trotzdem noch Schadstoffe durch Reifen- und Bremsabriebe freigesetzt. Dort jetzt schon auf die Umweltverträglichkeit zu achten sei auch ein Vorteil des ausgeglichenen Vorschlags, den die Kommission am 10. November vorgelegt habe. Jetzt sei es am Europaparlament und dem EU-Rat, daraus geltendes Gesetz zu machen.

Nach den Plänen der EU-Kommission soll Euro 7 für alle neu zugelassenen Lkw in der EU ab Juli 2027 gelten.

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KOMMENTARE


karl-josef schuhmann

11.01.2023 - 12:10 Uhr

Warum will denn niemand die Technik herstellen, die unnötige Fahrten einsparen kann, den Personalmangel beheben kann, so viel CO2 einsparen kann, wie gleichzeitig etwa 100 Kohlekraftwerke emittieren, die Straßenbelastung reduzieren kann, die Lärmbelastung reduzieren kann. Luft zu transportieren ist zwar nicht wirtschaftlich, aber Transportunternehmen wollen auf den unökologischen Transporten bestehen. Ich halte dies für eine Umweltfrevel der verboten werden MUSS!


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