Ladungsträgermanagement: 5 Millionen Euro für die Logistikbude

18.03.2026 09:54 Uhr | Lesezeit: 3 min
Die Logistik-Bude-Gründer Michael Koscharnyj, Patrik Elfert, Dr. Philipp Hüning und Jan Möller (v.l.)
Michael Koscharnyj, Patrik Elfert, Dr. Philipp Hüning und Jan Möller (v.l.) gründeten die Logistikbude 2021 als Ausgründung aus dem Fraunhofer IML
© Foto: Sina Sadegh Nadi / Logistikbude

Die Logistikbude hat in einer Series-A-Runde fünf Millionen Euro eingesammelt. Neben Lead Investor Capnamic beteiligen sich weitere VCs sowie bestehende Investoren.

Die Logistikbude, Dortmunder Softwareanbieter für Ladungsträgermanagement, hat im Rahmen einer Series-A-Finanzierungsrunde fünf Millionen Euro eingesammelt. Wie das Dortmunder Start-up meldet, ist der europäische Venture-Capital-Investor (VC) Capnamic Lead-Investor. Daneben beteiligt sich Moguntia Capital, ein Supply Chain-Investor mit Private Equity- und US-Footprint, an der Logistikbude.

Auch die Bestandsinvestoren - der Fraunhofer Technologie-Transfer Fonds (FTTF), Rethink Ventures, der von der Familie Fiege ausgestattete VC-Fonds Xpress Ventures sowie Golzern Venture - erhöhen ihr Engagement.

Ausgründung des Fraunhofer IML wächst rasant

Die Logistikbude ging 2021 als Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) an den Start. Die Idee, das komplexe und verlustanfällige Paletten- und Ladungsträgermanagement niederschwellig zu digitalisieren, traf offenbar einen Nerv: Bereits Anfang 2022 heimste das Start-up den Publikumspreis bei den VerkehrsRundschau Awards ein.

2023 sammelte das Unternehmen im Rahmen einer Seed-Finanzierung über zwei Millionen Euro von verschiedenen VCs und Angel Clubs ein. Mit diesem Kapital entwickelte das Team um Philipp Hüning (CEO) und Michael Koscharnyj (COO) die Lösung weiter, wuchs auf 25 Mitarbeitende und verbucht mittlerweile mehr als 50 Millionen Ladungsträger pro Monat für Kunden wie die Nagel-Group, Dachser und Niedermaier.

Automatisierte Prozesse per KI

Mittlerweile bündelt die Plattform Informationen aus bestehenden IT-Systemen wie WMS, TMS und ERP-Systemen und integriert die KI-gestützte Verarbeitung von Belegen. „Dadurch automatisieren wir Arbeitsabläufe, die viele Mitarbeitende jedes Jahr hunderte Arbeitsstunden gekostet haben“, sagt Hüning. Die Logistikbude nennt das Load Carrier Management System (LCMS).

Internationale Skalierung der Plattform geplant

„Mit dem frischen Kapital skalieren wir unser LCMS international und bauen unsere Führungsposition in dieser neu entstehenden Softwarekategorie konsequent aus. Damit etablieren wir das LCMS als festen Bestandteil in der B2B-Systemlandschaft über den DACH-Raum hinaus“, sagt Koscharnyj.

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