Die European Pallet Association (EPAL), ein Palettenpool-Anbieter, hat die technischen Spezifikationen für Chemiepaletten (CP-Paletten) angepasst. Gemeinsam mit großen Chemieunternehmen habe man ein Update durchgeführt, damit die Paletten auch in automatisierten Logistikprozessen ohne größere Einschränkungen eingesetzt werden können, wie EPAL weiter mitteilt.
Spezielle Anforderungen an Palettenformate in der Chemielogistik
Bereits wenige Millimeter Abweichung bei den Paletten-Abmessungen könnten dazu führen, dass Störungen bei der automatisierten Beförderung oder Einlagerung von beladenen CP-Paletten auftreten. Da Behältern für Chemieprodukte wie Fässer, Sackwaren, Big Bags oder Oktabins spezielle Abmessungen und Formen haben, sind für Transport und Lagerung von Chemieprodukten diese speziellen Palettenformate notwendig.
Seit 1991 verwendet die Chemielogistik neun Typen von CP-Paletten (CP1-CP9). „Es ist daher Zeit für ein Update, um die einheitlich hohe Qualität von CP-Paletten zu gewährleisten“, so Dirk Hoferer, Präsident der EPAL.
Austausch mit Chemieindustrie über Forum
Wichtig sei es dem Palettenpool-Betreiber, Unternehmen und Verbänden der Chemieindustrie ein ständiges Forum zu bieten. In diesem sollen die Anforderungen der Chemieindustrie an die Paletten und das Know-how der Hersteller von Holzpaletten zusammengeführt werden.
Mehrere große Chemieunternehmen haben laut der Vereinigung angekündigt, ab 2026 ausschließlich EPAL CP-Paletten zu kaufen und einzusetzen.
Weiterentwicklung der Paletten angedacht: Digitalisierung, QR-Codes und aktive Tracker
„Wir werden in den kommenden Wochen alle Unternehmen und Verbände der Chemieindustrie dazu einladen, Teil dieses Forums zu werden und mit uns über die CP-Palette der Zukunft zu sprechen“, so Hoferer.
Als nächsten Entwicklungsschritt plant der Betreiber die Digitalisierung der EPAL CP-Paletten. Eine Kennzeichnung der Paletten mit QR-Codes sei bereits vorbereitet.
Dies ermögliche es der Chemieindustrie, Warentransporte einfach zurück zu verfolgen. Außerdem arbeitet das EPAL Innovation Lab am Einsatz von aktiven Trackern für die Paletten.