Reichhart Logistik stärkt Fahrerbindung mit neuem Fahrerrat
Der Mangel an Lkw-Fahrern stellt die Logistikbranche vor große Herausforderungen. Anstatt ausschließlich auf Recruiting zu setzen, stärkt Reichhart Logistik gezielt die Bindung seiner Fahrer. Ein neu gegründeter Fahrerrat soll deren Interessen stärker einbringen und die Wertschätzung im Unternehmen fördern.
Dass Fahrer fehlen und die Situation sich hinsichtlich des demographischen Wandels weiter zuspitzen wird, ist nichts Neues. Die International Road Transport Union (IRU)-Umfrage zum Fahrermangel 2025 hat ergeben, dass in 18 untersuchten Märkten zuletzt rund 2,9 Millionen Stellen für Lkw-Fahrer unbesetzt blieben. Besonders betroffen ist Europa, wo die Engpassquote zu den höchsten weltweit zählt. Nach Angaben des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung fehlen in Deutschland derzeit mindestens 120.000 Fahrerinnen und Fahrer.
Laut dem Dekra Arbeitsmarktreport 2026 der Dekra Akademie werben deshalb Arbeitgeber nicht nur mit Gehalt um die Fahrer, auch moderne Fahrzeugflotten, zeitgemäße Arbeitskleidung und -ausstattung, wie Smartphone oder Tablet (22,6 Prozent) und mehr Weiterbildungen (41,7 Prozent) sind gestiegen. Kleine Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern, die 98 Prozent der EU-Straßengüterunternehmen und 79 Prozent der Belegschaft ausmachen, verfügen jedoch oft über weniger Ressourcen, um in Recruiting, Schulung und internationale Einstellungen zu investieren.
Deshalb kann es sich durchaus lohnen, den Fokus zu verschieben. So hat es auch das Logistikunternehmen Reichhart Logistik gemacht und die Aufmerksamkeit vom Recruiting auf die Wertschätzung geschoben: Mit einem Fahrerrat soll der Austausch mit den Lkw-Fahrern verbessert, das Mitspracherecht der Fahrer erhöht und somit ein stärkeres Bindungsgefühl an das Unternehmen erreicht werden.