Die Deutsche Bahn startet am 17. August eine mehrmonatige Bauphase auf der Sachsen-Franken-Magistrale, wie die dpa mitteilt. Bis zum 12. Dezember werden Bauarbeiten rund um den Bahnknoten Gößnitz sowie am Bahnhof Werdau gebündelt. Ziel ist es, die Strecke langfristig leistungsfähiger zu machen und ihre Bedeutung für den überregionalen Güterverkehr zu erhöhen.
Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale für den Güterverkehr
Die Sachsen-Franken-Magistrale erstreckt sich über 288 Kilometer von Dresden und Leipzig nach Süddeutschland. Künftig sollen auf der Verbindung Züge mit bis zu 160 km/h verkehren können. Gleichzeitig soll die Trasse stärker für den überregionalen Güterverkehr genutzt werden, insbesondere für Transporte von den Seehäfen in Richtung Süden.
Allein in den Abschnitt Gößnitz-Crimmitschau investiert die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben rund 330 Millionen Euro, so die dpa. Wegen Engpässen bei Fachpersonal und Materialien verschiebt sich die Fertigstellung allerdings um etwa ein Jahr. Ursprünglich sollten die Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Bahnknoten Gößnitz wird umfassend modernisiert
Während der Bauphase werden auf der Strecke Gleise und Weichen erneuert, an Oberleitungen gearbeitet, Brücken eingeschoben und Stützwände errichtet.
„Hier bleibt kein Stein auf dem anderen, um eine zukunftsfähige Infrastruktur herzustellen“, sagte Jan Hornig von der DB Infrago.
Werdau erhält 750 Meter lange Überholgleise für Güterzüge
Parallel zu den Arbeiten im Bereich Gößnitz laufen Bauarbeiten am Bahnhof Werdau. Dort werden Überholgleise für Güterzüge auf 750 Meter verlängert. Außerdem erneuert die Bahn Weichen und Signalanlagen.
Auch nach Abschluss der aktuellen Bauphase sind weitere Arbeiten vorgesehen. Zwischen August und Oktober des kommenden Jahres soll es eine erneute Sperrung geben.