Zoll geht gegen Schwarzarbeit vor

11.02.2026 13:25 Uhr
Zoll_Durchsuchung
Im Zuge des Einsatzes hat der Zoll  26 Arbeitgeber sowie 32 Arbeitnehmer kontrolliert
© Foto: Zoll

Bei einer Kontrolle im Rahmen von „Roadpol“ hat das Hauptzollamt Krefeld in Mönchengladbach mehrere Verstöße entdeckt.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Krefeld hat sich im Rahmen der europaweiten Kontrollaktion „Roadpol“ am 9. Februar 2026 an einem gemeinsamen Sondereinsatz mit der Polizei Mönchengladbach beteiligt. Schwerpunkt der Maßnahme waren Kontrollen im gewerblichen Güter- und Personenverkehr im Stadtgebiet von Mönchengladbach. Ziel sei es dabei gewesen,“ mögliche Verstöße gegen sozialversicherungs-, arbeits- und aufenthaltsrechtliche Vorschriften aufzudecken“, so der Zoll.

Verdacht von Mindestlohnverstößen

Man habe im Verlauf des Einsatzes 26 Arbeitgeber sowie 32 Arbeitnehmer kontrolliert. Dabei ergaben sich laut dem Hauptzollamt Krefeld unter anderem folgende Verdachtsfälle:

  • Neun Fälle wegen Verdachts des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt
  • Fünf Fälle wegen Verdachts des Betruges zum Nachteil des Jobcenters (Sozialleistungen bezogen, obwohl Einkommen oder Arbeit verschwiegen wurde)
  • Drei Fälle wegen Verdachts von Mindestlohnverstößen
  • Vier Fälle wegen Verdachts der Nichtabgabe von Sofortmeldungen
  • Ein Fall wegen Verdachts der unerlaubten Arbeitnehmerüberlassung (Beschäftigte anderer Unternehmen ohne Erlaubnis verliehen)

Hintergrund

Roadpol (European Roads Policing Network) ist ein europaweites Netzwerk der Verkehrspolizeien. Ziel der gemeinsamen Kontrollaktionen ist es, durch koordinierte Maßnahmen die Verkehrssicherheit zu erhöhen und zugleich grenzüberschreitende Verstöße, unter anderem im gewerblichen Güter- und Personenverkehr, effektiv zu bekämpfen.




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