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Wegen Gasknappheit: Kühllogistiker sind besorgt

Kühllogistikunternehmen gewährleisten unter anderem die Lagerung, den Transport und die Versorgung mit temperaturabhängigen Medikamenten, Impfstoffen, Blutplasma und Blutseren (Symbolbild)
© Foto: sorn340/iStock.com

Die Lage auf den Gasmärkten ist angespannt. Vertreter der Tiefkühl- und Frischewirtschaft appellieren jetzt in einem Schreiben an die Politik, den Versorgungsschutz für die Branche zu gewährleisten.


Datum:
30.06.2022
Autor:
Stephanie Noll
Lesezeit: 
2 min
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Der Verband deutscher Kühlhäuser & Kühllogistikunternehmen (VDKL) und das deutsche Tiefkühlinstitut (Dti) haben einen Appell an die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur gerichtet. Anlass ist die zweite Stufe des Notfallplans Gas, die sogenannte Alarmstufe, die das Bundeswirtschaftsministerium kürzlich ausgerufen hat.

Man habe sich seit Wochen bereits intensiv und soweit wie möglich auf mögliche Gasrationierungen vorbereitet. Eine Umstellung auf andere Energieträger sei kurzfristig in vielen Produktionsprozessen nicht möglich, weshalb die Sorge vor Versorgungsengpässen bei Gas in den Mitgliedsunternehmen zunehme.

Tiefkühllogistik systemrelevant

Dti und VDKL fordern die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur daher auf, „alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Versorgung der […] Tiefkühl- und Frischewirtschaft sowie die Kühl- und Tiefkühllogistik mit Erdgas durch eine schnelle und klare Priorisierung sicherzustellen.“ Die Unternehmen bräuchten Planungssicherheit. Dabei dürfe es keine Unterschiede zwischen großen und kleinen Tiefkühl-Herstellern, zwischen Zulieferern, Handel und Dienstleistern geben. „Wenn ein Glied der Kühlkette ausfällt, ist die gesamte Supply Chain für Lebensmittel gefährdet.“

Die Unternehmen der gesamten Lieferkette seien systemrelevant und müssten entsprechend dem Notfallplan Gas der Bundesrepublik Deutschland bei Versorgungsengpässen zu den besonders geschützten Kundengruppen gezählt werden, so die beiden Verbände. Andernfalls sei die temperaturabhängige Lebensmittelversorgung in Deutschland nicht mehr gewährleistet.

Über Dti und VDKL

Das Deutsche Tiefkühlinstitut (Dti) ist die Interessenvertretung und Kommunikationsplattform der deutschen Tiefkühlwirtschaft und vertritt 140 Mitglieder aus allen Teilen der Tiefkühlkette von Industrie über Logistik und Handel. Der Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen (VDKL) vertritt über 80 Prozent der gewerblichen Kühlhäuser in Deutschland. Mitglieder sind Dienstleistungs-, Industrie- und Handelsunternehmen, die im Bereich der temperaturgeführten Logistik von Tiefkühl- und Frischeprodukten tätig sind. (sn)

 

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