Fokus auf Güterverkehr und Preiswirkungen
Steuerentlastung läuft Ende Juni aus
Der Tankrabatt war Anfang Mai als Reaktion auf stark gestiegene Kraftstoffpreise infolge des Iran‑Kriegs eingeführt worden. Die Energiesteuer auf Diesel und Benzin wurde um 14,04 Cent je Liter gesenkt. Durch den Wegfall der Mehrwertsteuer auf diesen Anteil ergibt sich eine tatsächliche Entlastung von rund 16,7 Cent pro Liter.
Die Maßnahme ist befristet und endet planmäßig Ende Juni 2026. Für den Staat bedeutet sie Einnahmeausfälle von bis zu 1,6 Milliarden Euro.
Versorgungslage stabil – Preise bleiben Risiko
Eine physische Verknappung von Kraftstoffen sieht Schnieder derzeit nicht. Deutschland sei bei Benzin und Diesel vergleichsweise breit aufgestellt und weniger stark von einzelnen Regionen abhängig.
Auch der Sommerreiseverkehr steht nach Einschätzung des Ministers nicht infrage. Die Hauptsorge gilt vielmehr der weiteren Preisentwicklung an den Tankstellen.
Steigende Kosten belasten Transportbranche
ür die Transport- und Logistikbranche bleibt die Situation angespannt. Sollten die Preise nach Auslaufen der Steuerentlastung erneut steigen, dürfte sich der Kostendruck im Straßengüterverkehr verstärken.
Da Kraftstoffkosten ein wesentlicher Bestandteil der Transportkosten sind, könnten höhere Preise zeitnah auf Frachtraten und Verbraucherpreise durchschlagen.