Beim 14. Symposium LOGISTIK INNOVATIV haben sich Mitte Juni in Prien am Chiemsee mehr als 150 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Sicherheitsbehörden über die Zukunft der Logistik unter Krisenbedingungen ausgetauscht.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen, Infrastrukturen und Gesellschaften widerstandsfähiger werden können.
Das Leitthema der Veranstaltung unterstrich, dass Resilienz nicht isoliert gedacht werden kann. Vielmehr sei sie das Ergebnis von Zusammenarbeit über Branchen- und Organisationsgrenzen hinweg.
Diskutiert wurden unter anderem:
- Lieferketten und Versorgungssicherheit
- kritische Infrastrukturen
- Digitalisierung und Führung
- sowie zivile und militärische Zusammenarbeit
Die Beiträge zeigten, dass Resilienz weit über klassisches Risikomanagement hinausgeht.
Auch die Bedeutung leistungsfähiger Verkehrs- und Logistikinfrastruktur wurde hervorgehoben. Ohne belastbare Systeme können selbst gut organisierte Lieferketten ihre Funktion nicht erfüllen.
Im Fokus standen:
- Ausbau und Vernetzung von Verkehrsträgern
- planbare Kapazitäten
- langfristige Investitionen
Insbesondere der Schienenverkehr gilt als wichtiger Baustein für resiliente Logistiksysteme.
Neben technischen Themen rückten auch Organisation und Führung in den Mittelpunkt. Entscheidend für Resilienz seien:
- klare Verantwortlichkeiten
- schnelle Entscheidungsprozesse
- sowie Vertrauen innerhalb von Organisationen
Resilienz entstehe demnach nicht durch Kontrolle allein, sondern durch handlungsfähige Mitarbeitende.
Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz wurden als wichtige Werkzeuge zur Verbesserung von Transparenz und Entscheidungsfindung gesehen.
Gleichzeitig wurde betont, dass:
- Daten und Systeme Entscheidungen unterstützen können
- die Verantwortung jedoch beim Menschen bleibt
In kommunalen und regionalen Strukturen zeigt sich die praktische Umsetzung von Resilienz besonders deutlich. Krisen treffen konkrete Regionen, Betriebe und Infrastrukturen.
Daher sind entscheidend:
- funktionierende Netzwerke
- abgestimmte Prozesse
- sowie Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Sicherheitsakteuren