Insel-Lösungen treiben Kosten nach oben
In vielen Betrieben sind FTS-Projekte historisch gewachsen und unabhängig voneinander umgesetzt worden. Unterschiedliche Anbieter brachten dabei eigene Ladesysteme und Infrastrukturen mit.
Die Folge sind:
- mehrere separate Ladeinfrastrukturen
- hohe Installations- und Betriebskosten
- sowie zusätzliche Anforderungen an Netzanschluss und Fläche
Was ursprünglich pragmatisch war, entwickelt sich zunehmend zum Kostentreiber.
Harmonisierung als nächster Schritt
Aktuelle Entwicklungen in anderen Branchen zeigen, dass standardisierte Lösungen eine Voraussetzung für Skalierung sind. Während bei Elektroautos und Gabelstaplern bereits einheitliche Ladeansätze etabliert wurden, steht die Intralogistik hier noch am Anfang.
Initiativen zur Standardisierung – etwa bei der Kommunikation zwischen Systemen – deuten jedoch darauf hin, dass auch die Energieversorgung künftig stärker harmonisiert wird.
Einsparpotenziale bei Netzanschluss und Fläche
Ein zentraler Vorteil einer einheitlichen Infrastruktur liegt in der optimierten Auslegung der Energieversorgung. Statt jedes System auf maximale Parallelbelastung auszulegen, lässt sich der tatsächliche Bedarf besser steuern.
Mögliche Effekte:
- geringere Netzanschlussleistung
- weniger Ladepunkte bei höherer Auslastung
- reduzierte Installationskosten
- effizientere Nutzung wertvoller Lager- und Produktionsfläche
Gerade bei großen Anlagen können sich daraus erhebliche wirtschaftliche Vorteile ergeben.
Betreiber übernehmen stärkere Steuerung
Zunehmend geht die Kontrolle über Ladeinfrastruktur vom Hersteller auf den Betreiber über. Unternehmen planen ihre Systeme ganzheitlicher und definieren Anforderungen an Ladepunkte und Technologien selbst.
Die Ladeinfrastruktur entwickelt sich damit von einer technischen Nebenfrage zu einem strategischen Bestandteil der Anlagenplanung.