Die aktuelle Niedrigwassersituation auf der Donau stellt die Schwerlastlogistik vor außergewöhnliche Herausforderungen. Davon betroffen ist derzeit auch ein Transportprojekt von Arnold Schwerlast aus Rimpar.
Vier Schwertransporte mit jeweils mehr als 100 Tonnen Gewicht und einer Breite von knapp sechs Metern sollen zu einer Großbaustelle nach Bulgarien gebracht werden. Dafür wurde ein Spezialschiff eingesetzt, das die überbreite Ladung zusammen mit Tiefladern, mehreren Autokränen und weiteren Baumaschinen von Passau über die Donau zum Zielort transportieren sollte.
Wegen der niedrigen Wasserstände konnte die Fahrt jedoch nicht wie geplant fortgesetzt werden. Das Schiff musste kurz vor Budapest stoppen.
Behörden und Spezialisten entwickeln alternative Transportlösung
Um die termingerechte Anlieferung dennoch sicherzustellen, wird derzeit eine alternative Logistiklösung vorbereitet.
„Gemeinsam mit Behörden, Ingenieuren, Hydrologen und Spezialunternehmen organisieren wir derzeit eine außergewöhnliche Bergungs- und Logistiklösung. Hierzu werden unter anderem hydrologische Maßnahmen und Wasserbauarbeiten durchgeführt, um eine provisorische Ro/Ro-Rampe herzustellen“, berichtet Geschäftsführer Oliver Arnold.
Über die geplante Rampe sollen die Fahrzeuge vom Schiff entladen und anschließend auf dem Landweg nach Bulgarien transportiert werden.
Zusammenspiel von Schifffahrt, Wasserbau und Schwertransport
Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um eine Konstellation, die selbst in der Schwerlastbranche selten vorkommt. Für die Umsetzung müssen Schifffahrt, Wasserbau und Straßentransport eng miteinander verzahnt werden.
„Ein solches Zusammenspiel aus Schifffahrt, Wasserbau und Schwertransport erlebt man selbst in unserer Branche nur äußerst selten“, so Arnold.
Brückenprojekt in Hamburg abgeschlossen
Erst kürzlich hatte Arnold Schwerlast eine weitere logistisch anspruchsvolle Aufgabe erfolgreich beendet: Das Unternehmen war an der Transportlogistik für die neue Sternbrücke im Hamburger Stadtteil Altona beteiligt.
Die Bilder des spektakulären Verschubs des Bauwerks gingen bundesweit durch die Medien, als die neue Brücke auf einem Spezialtransportsystem über rund 500 Meter zu ihrem Bestimmungsort bewegt wurde.
3.700 Tonnen Stahl für die neue Sternbrücke transportiert
Vor dem Einhub waren die einzelnen Brückenelemente über mehrere Wochen hinweg montiert worden. Insgesamt wurden rund 3.700 Tonnen Stahl termingerecht und sicher zur Baustelle transportiert.
„Ich finde, das Ergebnis ist beeindruckend. Die neue Sternbrücke wirkt nicht nur architektonisch sehr gelungen, sondern vermittelt auch genau das, was dieses Projekt auszeichnet: Ingenieurskunst im XXL-Format. Wenn man weiß, welcher logistische und technische Aufwand hinter jedem einzelnen Bauteil steckt, betrachtet man die fertige Brücke mit besonderem Respekt. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes ein meisterliches Schwergewicht“, sagt Geschäftsführer Oliver Arnold.
Schwertransporte erforderten monatelange Vorbereitung
Die Organisation der Transporte durch die dicht bebaute Großstadt galt als besonders anspruchsvoll. Nach Angaben des Unternehmens waren dafür monatelange Planungen und eine enge Abstimmung mit Behörden, Projektpartnern und Einsatzkräften erforderlich.
Co-Geschäftsführer Volker Lenzing begleitete den Einhub der Brücke vor Ort. Dass sämtliche Transporte termingerecht und ohne nennenswerte Zwischenfälle durchgeführt werden konnten, wertet das Unternehmen als Ergebnis der detaillierten Vorbereitung und Zusammenarbeit aller Beteiligten.