-- Anzeige --

Polen: Elektronisches Mautsystem startet mit Verzögerung

Auf rund 1560 Kilometern in Polen wird für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht Maut erhoben
© Foto: ddp/Fabian Matzerath

Technische Probleme führen zu verspätetem Start / Schon 300.000 Fahrzeuge sind im polnischen Maut-System registriert


Datum:
04.07.2011
1 Kommentare

-- Anzeige --

Wien. Das polnische Direktorium für nationale Straßen und Autobahnen hat mitgeteilt, dass das elektronische Mautsystem via-Toll in Polen gestern Morgen um drei Uhr vom Betreiber Kapsch Traffic-Com Konsortium in Betrieb genommen worden ist.

Ursprünglich sollte auf allen geplanten Strecken bereits am Freitag Maut erhoben werden. Am 1. Juli konnte aber nur das manuelle Mautsystem auf der Strecke Konin - Strykow (103 km) wie geplant in Betrieb genommen werden. Technische Probleme führten zu einer kurzen Verzögerung der Inbetriebnahme des elektronischen Systems. Das teilte der Betreiber Kapsch Traffic-Com Konsortium am Sonntag in Wien mit.

Der Betreiber errichtete innerhalb von nur zwei Monaten auf dem Straßennetz von rund 1560 Kilometern in Polen eine elektronische Mautlösung für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Das neue System löst die Vignette ab, die bisher auf diesen Strecken gültig war.

„Wir haben bis heute ungefähr 300.000 Fahrzeuge im System registriert und rechnen damit, dass wir in den nächsten Tagen rund 25.000 Fahrzeuggeräte täglich aushändigen werden", sagte Michael Gschnitzer, Vertriebsleiter der Kapsch Traffic-Com. Wegen des großen Interesses der Fahrer seien jetzt auch die Kapazitäten und die Öffnungszeiten an den meisten Vertriebsstellen erhöht und verlängert worden. Die Mautpolizei kontrolliere bereits auf bemauteten Strecken, ob Fahrzeuge über 3,5 Tonnen mit Fahrzeuggeräten ausgestattet seien.

Die polnische Betreibergesellschaft des Kapsch Traffic-Com Konsortiums will das System unter dem Namen via-Toll in den nächsten acht Jahren auch kommerziell betreiben. Es soll planmäßig über die Betriebsphase hinweg kontinuierlich auf zusätzliche Straßen erweitert werden.

Das polnische Finanzministerium rechnet laut Kapsch Traffic-Com damit, dass das Mautsystem bereits 2011 zusätzliche Einkünfte von rund 400 Millionen Polnische Zloty (100 Millionen Euro) erwirtschaften wird. (jko) 

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


barbarainer

14.08.2011 - 21:50 Uhr

Ich bin mit meinem Wohnwagen nach Polen in den Urlaub gefahren. Am 20. Juli sind wir losgefahren und haben uns hinter Posnan verfahren. Wir sind, ohne es zu wissen, auf eine mautpflichtige Straße geraten, hatten die nächste Möglichkeit gesucht, um zu drehen (weil wir uns verfahren hatten) und wurden von der Polizei angehalten. 3000 PLN waren fällig und eine viaBox, die wir gar nicht brauchten! Deutsch oder Englisch konnte man fast gar nicht reden und ich wurde auch noch unter Druck gesetzt ein Protokoll in polnischer Sprache zu unterschreiben, was ich gar nicht verstanden habe. Ich kann leider kein Polnisch. Das ist die andere Seite von ViaToll die offensichtlich die Einnahmen erhöhen soll. Wie soll ich die zu Unrecht gezahlte Strafe zurückfordern? So ein Weg bleibt wahrscheinlich nur den Einheimischen aber nicht den "dummen" Touristen. Ich bin jedenfalls ziemlich frustriert. Diese Geschichten liest man aber nicht bei der "tollen ViaToll Einführung". Viele Grüße Barbarainer


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.