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Luftfracht: Branchenverbände fordern Ausnahmen vom Nachtflugverbot

Besserer Warenfluss durch Nachtflüge - Branchenvertreter halten das für eine gute Idee
© Foto: Jan Woitas/dpa/picture-alliance

Vor dem Hintergrund des Coronavirus sprechen sich Barig und ACD für unbürokratische Sondergenehmigungen für Frachtflugzeuge aus. Und das ist nicht die einzige Forderung.


Datum:
18.03.2020
Autor:
Katharina Spirkl
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Frankfurt am Main. Die Luftfrachtbranche kämpft mit den Auswirkungen des Coronavirus. Infolgedessen richtet sich sowohl der Aircargo Club Deutschland (ACD), als auch das Barig, Board of Airline Representatives in Germany, mit Forderungen an die Politik. Sie wollen beide eine Flexibilisierung der Nachtflugzeiten sowie die Sicherstellung von Personalkapazitäten bei Zoll, Sicherheitskontrollen, Frachthandling oder Deutscher Flugsicherheit.

Den Airlines brechen zum einen die Kapazitäten der Belly-Fracht in Passagiermaschinen weg, zum anderen fehlt ihnen der Umsatz aus der Passage. Die Luftfracht spiele jedoch bei der Aufrechterhaltung der Lieferketten und der Versorgung der Bevölkerung eine große Rolle, argumentieren die beiden Interessensvertretungen unabhängig voneinander.

Luftfracht als Ersatz für Containerschiffe

Die Produktion in China, wo das Coronavirus zuerst ausbrach und sich rasant ausbreitete, werde zwar sukzessive wieder hochgefahren, heißt es vom ACD. Jetzt fehlten aber Seefrachtkapazitäten, weil diese nach dem Ausbruch in China heruntergefahren wurden und so schnell nicht wieder verfügbar seien. Bis ein Containerschiff Europa erreiche, vergingen etwa vier bis sechs Wochen, so der Club. Aus diesem Grund spiele die Luftfracht bei der Versorgung eine entscheidende Rolle. Um die Warenströme aufrechtzuerhalten und möglichst schnell abzuwickeln, seien daher unbürokratische Ausnahmegenehmigungen vom Nachtflugverbot nötig, argumentiert der ACD.

Das Barig fordert zudem, die staatlichen Gebühren und Steuern wie die die Luftsicherheitsgebühren auf den Prüfstand zu stellen. Der Verband begrüßte „den konstruktiven Austausch der Bundesministerien für Wirtschaft und Verkehr mit der Luftverkehrsbranche“. Die gemeinsame Interessensvertretung von mehr als 100 Fluggesellschaften in Deutschland weist jedoch darauf hin, dass diese Maßnahmen angesichts der immensen Herausforderungen bei weitem noch nicht ausreichen würden. Die Airlines stünden wegen Flugausfällen im Passagebereich vor ernsten Schwierigkeiten, warnt das Barig.

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