Der deutsche Markt für Industrie- und Logistikimmobilien zeigte sich im Jahr 2025 trotz eines Rückgangs beim Gesamtvolumen weiterhin aktiv. Laut einer Analyse des Immobiliendienstleisters CBRE belief sich das Transaktionsvolumen auf 6,58 Milliarden Euro, was einem Minus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Transaktionsvolumen sinkt, Aktivität bleibt hoch
Obwohl weniger Kapital floss, blieb die Marktbewegung spürbar. Vor allem kleinere und mittlere Transaktionen trugen zur Dynamik bei, so die Ergebnisse der aktuellen Analyse des gewerblichen Immobiliendienstleisters CBRE. Deals im Bereich von 20 bis 49,9 Millionen Euro steigerten ihren Anteil von 17 Prozent (2024) auf 32 Prozent (2025) – der stärkste Zuwachs innerhalb der Volumenklassen.
Portfoliotransaktionen brechen ein
Der Rückgang des Gesamtvolumens ist vor allem auf die geringere Zahl großvolumiger Einzel- und Portfoliotransaktionen zurückzuführen. Der Anteil von Portfolios sank um 27 Prozentpunkte auf 32 Prozent. „Im Jahresverlauf hat das Transaktionsvolumen von Quartal zu Quartal weiter zugenommen. Dabei wurde ein aktiveres Marktgeschehen vor allem durch einen Produktmangel bei adäquaten Value-add-Objekten ausgebremst – aber auch durch eine konjunkturbedingte schwächere Nutzernachfrage“, erklärt Kai F. Oulds, Head of Industrial & Logistics bei CBRE.
Core-Transaktionen legen deutlich zu
„Im Prime-Segment blieb das Preisniveau im Verlauf des Jahres stabil“, so Kristine Kühne, Director Valuation Advisory Services bei CBRE. Die Spitzenrendite für Logistikimmobilien lag unverändert bei 4,4 Prozent. Parallel dazu stieg der Anteil der Core-Deals um 23 Prozentpunkte auf 49 Prozent. Investoren agierten bei Preisvorstellungen selektiv, Abweichungen von Prime-Qualität wurden stärker eingepreist.
Großvolumige Deals selten
Transaktionen über 100 Millionen Euro waren 2025 deutlich seltener. „Großvolumige Deals oberhalb der 100-Millionen-Euro-Marke waren 2025 deutlich seltener – nicht zuletzt, weil potenzielle Verkäufer nicht bereit waren, von diversen Investoren erwartete Preisabzüge aufgrund der Größe der Transaktion zu akzeptieren. Dennoch sehen wir, dass das Interesse sowohl internationaler als auch deutscher Investoren an Größeren Tickets wieder an Fahrt gewinnt“, sagt Tom Franke, Head of Logistics Investments bei CBRE. Insgesamt wurden nur acht solcher Deals registriert – ein Rückgang um 65 Prozent.
Investorenstruktur und Ausblick
Der Anteil deutscher Investoren stieg um acht Prozentpunkte auf 28 Prozent, während internationales Kapital mit 72 Prozent dominant blieb. „Dass wieder mehr inländische Investoren aktiv sind, zeigt, dass der Markt an Vertrauen gewinnt“, betont Oulds. „Deutschland bleibt aufgrund seiner Liquidität und Marktgröße ein zentraler Zielmarkt für internationale Investoren – trotz der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen.“
Für 2026 erwartet CBRE eine weiterhin steigende Aktivität: „Für 2026 erwarten wir eine Fortsetzung der Zunahme der Investmentaktivitäten. Dabei profitiert das Segment davon, dass viele Investoren Portfolioumschichtungen hin zu Logistik in ihren Strategien verankert haben“, so Franke.
Wie sich die Logistikmieten 2025 entwickelt haben, erfahren Sie hier.