NG.network startet unbesetzte (Ent-)Ladestelle

02.03.2026 12:56 Uhr | Lesezeit: 3 min
Schäflein Spedition
NG Network: Stückgutnetzwerk setzt auf unbesetzte Ladestellen
© Foto: Schäflein Spedition

NG.network führt als erste Stückgutkooperation ein standardisiertes Produkt für unbesetzte (Ent-)Ladestellen ein – mit weniger Personalbedarf und mehr Flexibilität.

NG.network hat zum 1. März ein neues, standardisiertes Produkt in sein Leistungsportfolio aufgenommen: die Zustellung oder Abholung an einer unbesetzten Ent- beziehungsweise Ladestelle. Nach Unternehmensangaben ist die Kooperation damit Vorreiter unter den deutschen Stückgutnetzwerken.

Der neue Service soll sowohl die Tourenplanung für Empfangspartner flexibler gestalten als auch den Personalbedarf auf Kundenseite deutlich reduzieren. Hintergrund sind unter anderem der zunehmende Fachkräftemangel sowie steigender wirtschaftlicher Druck in verschiedenen Branchen.

Erfolgreicher Praxistest mit ZUFALL logistics group

Vor dem flächendeckenden Start wurde die Lösung gemeinsam mit der ZUFALL logistics group erprobt. Im Rahmen eines Pilotprojekts stieß das Konzept laut NG.network auf hohe Akzeptanz bei den beteiligten Empfangspartnern.

„Größere Flexibilität, weniger Zustellversuche und höhere Kundenzufriedenheit sind als Ergebnisse des Produkttests zu benennen“, erklärt Stephan Opel, Geschäftsführer von NG.network.

Das Angebot sei ein innovatives Alleinstellungsmerkmal im speditionellen Umfeld, mit dem die Kooperation gezielt auf aktuelle Herausforderungen reagiere. „Als antifragile Kooperation wächst NG.network so stetig an solchen Herausforderungen.“

So funktioniert die unbesetzte (Ent-)Ladestelle

Das neue Produkt orientiert sich am Prinzip der Zustellung mit Abstellgenehmigung und lässt sich mit nahezu allen Laufzeitservices kombinieren. Grundlage sind bilaterale Vereinbarungen zwischen Kunde, Versandpartner und Empfangspartner. Zusätzlich werden Haftungsfragen vertraglich geregelt.

Der Kunde hinterlegt Schließmittel – etwa Schlüssel, Key-Cards oder Zugangscodes – beim Versandpartner. Dieser übermittelt sie zusammen mit allen relevanten Informationen, beispielsweise einer Beschreibung der Ent- oder Ladestelle, an den Empfangspartner.

Die Zustellung oder Abholung erfolgt innerhalb der üblichen Geschäftszeiten, jedoch ohne anwesendes Personal beim Kunden. Sämtliche Sendungen sind mit Barcodelabeln versehen und werden durch Scans, Geokoordinaten sowie Fotodokumentation abgesichert.

Dokumentation als zentrales Element

„Außergewöhnlich am Prozess sind vor allem die Überlassung der Schließmittel sowie der Fokus auf die Dokumentation durch Scannungen, Fotobelege und Geokoordinaten“, erläutert Rita Hochgürtel, Leitung Qualitätsmanagement bei NG.network.

Das Produkt richtet sich an Unternehmen aus Handel und Industrie ebenso wie an kleinere Betriebe. Angesichts der angespannten Personalsituation und wirtschaftlicher Herausforderungen biete die Lösung eine zukunftsfähige Option. „Das richtige Personal zu finden oder die Belegschaft gar aufzustocken stellt aktuell in vielen Wirtschaftsbereichen eine Herausforderung dar. Auch wirtschaftliche Themen bewegen viele unserer Kunden. Vor diesem Hintergrund ist das Produkt zukunftsfähig und hochrelevant.“


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