Aufgrund immer wieder überladener Holztransporte haben Beamte verschiedener Behörden im Grenzgebiet zwischen Belgien und Deutschland am Mittwochmorgen (21. Januar) gezielte Kontrollen durchgeführt. Bei Dreiviertel der kontrollierten Holztransporte wurde eine Überladung festgestellt. Besonders erschreckend dabei: Mit Ausnahme eines Holztransports brachten die monierten Fahrzeuge ein Gesamtgewicht von über 50 Tonnen auf die Waage - bei erlaubten 40 Tonnen.
Langholztransport mit 63,7 Tonnen
Unrühmlicher Spitzenreiter war nach Angaben des Polizeipräsidiums Trier ein belgischer Langholztransport im Bereich Wahlerscheid, welcher mehr als deutlich überladen war. Hier wurde ein Gesamtgewicht von 63,7 Tonnen festgestellt, was einer Überladung von 55 Prozent entspricht. Die Weiterfahrt wurde nicht nur wegen der Überladung untersagt, es wurden auch sämtliche notwendigen Ausnahmegenehmigungen vor Ort eingezogen. Der Holztransport musste seine gesamte Ladung abladen, der Fahrer eine Sicherheitsleistung von knapp 800 Euro vor Ort hinterlassen. Erst danach wurde ihm die leere Weiterfahrt gestattet.
Bußgeldverfahren gegen Fahrer und Unternehmen
Gegen alle Fahrer wurde jeweils ein Bußgeldverfahren eingeleitet und gegen die verantwortlichen Unternehmen ein Verfahren, wonach der Frachterlös unter Umständen eingezogen werden kann.
Im Einsatz waren Beamte der Police Zone Eifel aus Belgien, des Verkehrsdienstes Euskirchen, des Bundesamtes für Logistik und Mobilität, sowie der Schwerlastkontrollgruppe des Polizeipräsidiums Trier.