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Jubiläum: 40 Jahre BIEK

Marten Bosselmann, Vorsitzender BIEK
© Foto: BIEK/Frank Nürnberger

Der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) feiert Jubiläum: Vor genau 40 Jahren wurde der Verband gegründet und setzt sich seither für fairen Wettbewerb im Paketmarkt ein.


Datum:
23.03.2022
Autor:
Eva Hassa
Lesezeit: 
3 min
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Berlin. Grund zum Feiern hat heute der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK). Denn am 23. März 1982, also vor 40 Jahren, wurde der BIEK, damals unter dem Namen „Bundesverband Internationaler Kurierdienste“, in Frankfurt am Main gegründet.

Mittlerweile ist der BIEK eigenen Angaben zufolge die politische Interessenvertretung führender Anbieter von Kurier-, Express- und Paketdienstleistungen in Deutschland. In Zusammenarbeit mit ihren Partnern – rund 3500 kleinen und mittelständischen Logistikunternehmen – bieten die Mitgliedsunternehmen DPD, GLS, GO!, Hermes und UPS nach eigenen Angaben eine flächendeckende Zustellung von der Hallig bis zur Alm, in der Stadt und auf dem Land.

Jahrelanger Einsatz für die Aufhebung des Post-Monopols 

„Längst sind wir viel mehr als ein Verband, der sich nur um den fairen Wettbewerb im Paketmarkt kümmert“, so Marten Bosselmann, Vorsitzender des BIEK. Dieser Bereich habe zwar nach wie vor hohe Priorität, betont er.  Wichtige Themen seien zudem unter anderem die nachhaltige und effiziente Stadtlogistik, gute und faire Arbeitsbedingungen, Digitalisierungsprozesse, emissionsarme und -freie Zustellkonzepte. Bosselmann wörtlich: „Die Kurier-, Express- und Paketbranche befindet sich in einem ständigen, rasanten Wandel und wir unterstützen die Unternehmen dabei, diesen Wandel erfolgreich zu gestalten.“ Der Verband stünde den Unternehmen, betont der BIEK-Vorsitzende, „als Sprachrohr und Schutzschild zur Seite - und das hoffentlich auch noch mindestens für die nächsten 40 Jahre.“

Gegründet worden war der Verband vor 40 Jahren, als das alte Postministerium wegen Verstoßes gegen das damalige Postmonopols Strafanzeige gegen Kuriergesellschaften gestellt hatte, die sich auf internationale Dokumentenbeförderung spezialisiert hatten.  Um sich, wie der BIEK schreibt, gegen diese willkürlich anmutende Behinderung des modernen Geschäftsverkehrs wehren zu können, hatten die betroffenen Unternehmen seinerzeit den BIEK gegründet. Mit Erfolg: 1984 wurde die Kurierbeförderung vom Postministerium als legale Ausnahme vom Postmonopol definiert.

Eines der wichtigsten Themen des BIEK war von Anfang an die Aufhebung der Post-Monopole sowie die Liberalisierung der Postmärkte. So waren die Verbände im International Express Carriers Conference“ (IECC), darunter der BIEK, am „EU-Grünbuch Post“ der EU-Kommission im Jahr 1992 maßgeblich beteiligt. Im Jahr 1997 wurde schließlich die europäische Postrichtlinie verabschiedet, die eine graduelle Einschränkung und Abschaffung der Monopole bewirkte. Diese schuf letztlich die rechtlich verbindliche Grundlage für die Öffnung der nationalen Monopole für Brief- und Paketdienste und damit eine wettbewerbsneutrale Grundlage für alle Paket- und Briefdienste.

BIEK: Nach wie vor wettbewerbliche Schieflage im Paketmarkt

Und die Themen gehen dem BIEK nicht aus. So bestehe nach wie vor eine wettbewerbliche Schieflage im Paketmarkt, so der Verband, weil die Deutsche Post ihre Kosten im Paketmarkt über das staatlich regulierte Briefporto refinanzieren könne, was ihren Wettbewerbern nicht möglich sei. Auch weil die Trennung zwischen dem regulierten Briefbereich und dem wettbewerblichen Paketmarkt bislang nicht erfolgt sei. Umso dringender erwarte der BIEK, heißt es, die im Koalitionsvertrag vereinbarte große Postgesetz-Novelle in der aktuellen Legislaturperiode.  (eh)

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