Den Auftakt bildet ein Transport im Auftrag der Regiobahn Bitterfeld Berlin (RBB), einem Unternehmen der Captrain Deutschland-Gruppe, von wöchentlich 36 Wagen Quarzsand zwischen Hohenbocka und Schwarzheide. Die Standortbetreibergesellschaft des Industrieparks Lausitz, die BASF InfraService & Solutions Lausitz Gesellschaft, erschließe damit mit Unterstützung des BASF-Verbunds ein neues Geschäftsfeld.
Der Vertrag ergänzt die bestehende Logistikpartnerschaft zwischen Captrain und BASF. So führen die Unternehmen der Captrain Deutschland-Gruppe Transporte zwischen der BASF-Zentrale in Ludwigshafen und dem Captrain-Hub am RBB-Standort in Bitterfeld durch und übernehmen die Verteilung an insgesamt 18 Empfänger in Ostdeutschland und Tschechien.
Nutzung bestehender Kapazitäten
Mit der neuen Vereinbarung übernimmt die Werksbahn des Industrieparks jetzt auch Transporte für die RBB. Die Organisation und verkehrliche Verantwortung liegen weiterhin bei der RBB, während die Durchführung der Eisenbahnverkehrsleistungen künftig durch die Werksbahn von BASF InfraService & Solutions Lausitz erfolgt.
„Mit der Übernahme externer Güterverkehre nutzen wir bestehende Kapazitäten bei Personal und Traktion künftig noch umfassender. Als Teil der BASF-Gruppe verfügen wir über die notwendige Erfahrung, das Know-how und die betrieblichen Voraussetzungen, um Eisenbahnverkehrsleistungen auch für externe Auftraggeber zuverlässig zu erbringen“, sagt Mario Naumann, Head of Supply Chain & Site Logistics der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH. Perspektivisch sehe man „weitere Möglichkeiten, bestehende Strukturen für zusätzliche Schienengüterverkehre zu nutzen“.
Aufteilung gemeinsamer Logistikaufgaben
Die Vereinbarung komplettiere die Partnerschaft mit BASF und ermögliche beiden Seiten eine „optimale Aufteilung der gemeinsamen Logistikaufgaben“, erklärte Tobias Zug, Geschäftsführer der Captrain-Tochter Regiobahn Bitterfeld Berlin. „Sie schafft für uns die Möglichkeit, bestehende Verkehre langfristig weiterzuentwickeln und zusätzliche Mengen auf der Schiene zu bewegen. Indem wir die Durchführung des Verkehrs zwischen Hohenbocka und Schwarzheide an die Werksbahn des Industrieparks abgeben, können wir uns noch besser auf unsere Logistikleistungen für BASF konzentrieren.“