Transportunternehmen müssen bei Verkehren durch Süditalien weiterhin mit Behinderungen rechnen. Protestaktionen italienischer Gütertransport- und Logistikunternehmen beeinträchtigen regional den Straßenverkehr. Betroffen sind insbesondere Kampanien, Kalabrien und Apulien. Auch auf Sizilien können noch Folgestörungen auftreten.
Die Lage ist regional unterschiedlich und kann sich kurzfristig verändern. In Kampanien und Kalabrien sollen die Protestaktionen nach Angaben des italienischen Verbands Confetra mindestens bis zum 27. Oktober 2026 andauern. Ob sie darüber hinaus fortgesetzt werden, hängt demnach auch vom Ausgang anstehender Gespräche mit dem italienischen Transportministerium ab.
Autobahnen in Kampanien von Protesten betroffen
In Kampanien werden Behinderungen auf mehreren für den Güterverkehr wichtigen Verbindungen gemeldet. Dazu gehören die Autobahnen A1 zwischen Mailand und Neapel, A30 zwischen Caserta und Salerno sowie A16 zwischen Neapel und Canosa.
Auch rund um Caserta, Nola und Avellino kann es zu Einschränkungen kommen. Unternehmen mit Transporten in die Region sollten mögliche Verzögerungen deshalb bei der Tourenplanung berücksichtigen.
Güterverkehr in Kalabrien und Apulien beeinträchtigt
In Kalabrien können die Protestaktionen zentrale Verkehrsverbindungen in der gesamten Region betreffen. Dadurch sind auch Verzögerungen bei Logistikdienstleistungen möglich.
In Apulien konzentrieren sich die Aktionen unter anderem auf den Raum Bari. Dort sind Demonstrationen mit Lkw und Traktoren sowie Einschränkungen entlang der SP231 und im Umfeld von Autobahnzufahrten möglich.
Sizilien mit möglichen Folgestörungen
Auf Sizilien ist der Ausstand offiziell seit dem 20. Oktober beendet. Regional können allerdings weiterhin Folgewirkungen sowie einzelne lokale Protestaktionen auftreten.
Für Speditionen und Transportunternehmen bleibt die Situation damit schwer planbar. Bei Transporten in die betroffenen Regionen empfiehlt es sich, die aktuelle Verkehrslage vor Fahrtbeginn und während der Tour zu berücksichtigen und mögliche Verzögerungen in der Disposition einzuplanen.