Ende Mai droht eine Totalsperre der Brennerautobahn

30.04.2026 10:46 Uhr | Lesezeit: 3 min
Brenner-Autobahn A 13
Auf der Brennerautobahn überqueren an die 14 Millionen Fahrzeuge im Jahr die Alpen
© Foto: picture alliance/ Johann Groder/ EXPA/picturede

Wegen einer Demonstration droht der Brennerautobahn als wichtigster Verkehrsverbindung von Deutschland nach Italien am 30. Mai die nahezu vollständige Blockade.

„Für Durchreisende ist es am 30. Mai nicht möglich, den Brennerkorridor zu nutzen“, warnte die Tiroler Landesregierung in Innsbruck. Die Tiroler Landesregierung will Chaos verhindern, indem sie nicht nur die Autobahn sperrt, sondern auch den Durchgangsverkehr auf der parallelen Bundesstraße und Landesstraße. In ganz Tirol ist demnach am Samstag nach Pfingsten – traditionell ein Tag mit viel Urlaubsverkehr – mit Verzögerungen und Behinderungen zu rechnen. Hintergrund der Sperrung ist eine Demonstration gegen die Verkehrsbelastung, die der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, als Privatperson angemeldet hat.

Nahezu vollständige Blockade der Brennerroute

Der Brennerpass ist die meistbefahrene Verkehrsverbindung von Mittel- und Nordeuropa nach Italien, auf der Brennerautobahn sind an die 14 Millionen Fahrzeuge im Jahr unterwegs. Eine nahezu vollständige Blockade der Route durch das zum Pass führende Wipptal ist sehr ungewöhnlich. Fahren dürfen auf den zum Pass führenden Straßen an dem betreffenden Samstag ausschließlich Personen, deren Ausgangspunkt oder Ziel im Wipptal oder einem der Seitentäler liegen. Die Tiroler Polizei soll verstärkt kontrollieren.

Demonstration auf der Brennerautobahn

Die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck untersagte die beantragte Totalsperre im dritten Anlauf nun nicht mehr, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete. Wegen der Versammlung werden an dem betreffenden Samstag die Durchgangsstraßen von 11 bis 19 Uhr gesperrt bleiben. Eine Untersagung der Demonstration gegen eine hohe Verkehrsbelastung am Brenner und im Wipptal „mit einer hohen Verkehrsbelastung zu begründen, führt im Grunde die Versammlungsfreiheit ad absurdum“, hatte das Gericht erklärt, als es die Demonstration genehmigte.

Über 32.000 Fahrzeuge können Brenner nicht passieren

Die Bezirkshauptmannschaft hatte das ursprüngliche Nicht-Erlauben der Demo unter anderem mit einer „extremen, weiträumigen, langwährenden und sicherheitsgefährdenden Störung des Straßenverkehrs auf einer Schlüsselverbindung“ begründet. Der Autobahnbetreiber Asfinag geht davon aus, dass während der Sperre am 30. Mai mehr als 32.000 Fahrzeuge den Brenner nicht passieren können werden.

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