Die Containerreederei Hapag-Lloyd ist zu Jahresbeginn in die roten Zahlen gerutscht, wie die Zahlen zum ersten Quartal 2026 zeigen. Als einen Grund nennt die Reederei die Blockade der Straße von Hormus, aber auch Unwetter und der Fall der Transportpreise trugen zu der rückläufigen Entwicklung bei, wie der Hamburger Konzern mitteilte. Vor Zinsen und Steuern lag der Verlust im ersten Quartal bei 134 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Hapag-Lloyd noch 463 Millionen Euro verdient.
Fallende Transportpreise bei stagnierenden Transportmengen
Unterm Strich machte die Großreederei einen Verlust von 219 Millionen Euro, was einem Rückgang um 665 Millionen Euro entsprach. Der Umsatz fiel um nahezu 17 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, was mit dem Fall der Transportpreise bei stagnierenden Transportmengen zusammenhing. Der Vorstandsvorsitzende Rolf Habben Jansen, sprach in einer Stellungnahme von einem volatilen Marktumfeld. Er kündigte an, an einem strikten Kostenmanagement festhalten zu wollen.
Blockade der Straße von Hormus
Gegen Ende April saßen wegen der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus noch vier Containerschiffe der Reederei im Persischen Golf fest. Firmenchef Jansen sagte damals, der Iran-Krieg verursache wöchentlich zusätzliche Kosten von rund 50 Millionen US-Dollar (rund 42,8 Millionen Euro). Er begründete das mit gestiegenen Treibstoffpreisen. Auch höhere Versicherungskosten dürften die Reederei anhaltend belasten.