Mit einer Milliardenübernahme in Israel will die deutsche Reederei Hapag-Lloyd ihren Rang als weltweit fünftgrößte Containerreederei festigen. Für die Übernahme der in Haifa ansässigen Reederei Zim nehmen die Hamburger mehr als vier Milliarden US-Dollar in die Hand, wie Hapag-Lloyd mitteilte. Der Vertrag mit der Zim Integrated Shipping Services Limited wurde am Montag, 16. Februar, in Tel Aviv unterzeichnet, wie Hapag Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen anschließend sagte.
Genehmigung des Staates Israel nötig
Für die Übernahme sind noch mehrere Genehmigungen nötig, darunter jene des Staates Israel, wie es weiter hieß. Jansen sagte, er hoffe, dass die Transaktion bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein wird. Unter den Großaktionären von Hapag-Lloyd, sind Katar (12,3 Prozent) sowie Saudi-Arabien (10,2 Prozent). Zim ist eine international tätige Reederei mit einer eigenen Flotte von Containerschiffen – und rangiert auf Platz zehn der weltweit größten Containerreedereien.
Hapag-Llyod verfügt über reichlich Eigenkapital
Hapag-Lloyd hatte im Geschäftsjahr 2025 auch wegen gesunkener Preise einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag demnach vorläufig bei einer Milliarde Euro. 2024 und 2023 hatte der Wert noch bei 2,6 Milliarden Euro gelegen. Allerdings verfügt Hapag-Lloyd wegen enormer Gewinne aus der Zeit der Corona-Pandemie über ein hohes Eigenkapital. In der Spitze verdienten die Hamburger 2022 ein Ebit von mehr als 17 Milliarden Euro.