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Elektrischer Containertransport im Hafen Hamburg

Mit Lithium-Ionen-Batterien angetriebenener automatischer Containertransporter (Automated Guided Vehicle, kurz AGV) an einer Stromtankstelle
© Foto: Nele Martensen/HHLA

Bis zu 4,5 Millionen Liter Diesel im Jahr verbrauchen die vollautomatischen Containertransporter am Terminal Altenwerder. Künftig sollen sie mit Ökostrom fahren und die Luftbelastung in der Hansestadt reduzieren helfen.


Datum:
16.04.2018
Autor:
André Gieße
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Hamburg. Mit der Umstellung ihrer vollautomatischen Containertransporter am Terminal Altenwerder (CTA) auf Ökostrombetrieb will der Hamburger Hafenkonzern HHLA rund 15.500 Tonnen CO2 und 118 Tonnen Stickoxid jährlich einsparen. Die Stadt fördert das Projekt mit knapp acht Millionen Euro. Einen entsprechenden Förderbescheid übergab Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Montag der HHLA-Vorstandschefin Angela Titzrath bei der Vorstellung eines Prototyps mit neuartiger Lithium-Ionen-Batterie, die auch als Strom-Zwischenspeicher dienen soll, um die Netze zu entlasten.

In diesem Jahr sollen 25 solcher Fahrzeuge und sechs spezielle Ladestationen, die automatisch angesteuert werden, in Altenwerder in Dienst genommen werden. Bis 2022 soll die gesamte knapp 100 sogenannte AGV (Automated Guided Vehicle) umfassende Flotte umgestellt sein. 18 Ladestationen sollen dann für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Die AGV übernehmen computergesteuert und selbstfahrend den Transport der Container von den Schiffen zum Lager.

Flotte besteht bisher größtenteils aus Verbrennern

Bisher fährt ein Großteil der AGV mit Verbrennungsmotoren. Die Flotte verbraucht so bis zu 4,5 Millionen Liter Diesel pro Jahr. Mit der Umrüstung sei der CTA „auf dem besten Weg, zum Zero-Emission-Termial zu werden“, sagte Titzrath.

Kerstan verwies darauf, dass ein „Hafen im Herzen der Stadt“ Umweltbelastungen mit sich bringe. Umso erfreulicher sei das AGV-Projekt. „118 Tonnen Stickoxid in der Mitte der Stadt einzusparen, ist ein wirklich großer Effekt und hilft meiner Behörde auch beim Luftreinhalteplan.“

Dadurch, dass die Akkus der Fahrzeuge als Zwischenspeicher fungieren, können sie Netzschwankungen ausgleichen – etwa bei Windstille in der Nordsee, wenn wenig Strom aus Windkraft erzeugt wird. Dann sollen sie aktuell nicht gebrauchte Energie ins Netz zurückspeisen. Gleichzeitig steuert sie die Elektronik bei starker Stromproduktion gezielt an die Ladestationen. (dpa)

 

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