Die anhaltenden Niedrigwasserstände auf Rhein und anderen Wasserstraßen verdeutlichen nach Ansicht des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) die Verwundbarkeit bestehender Logistikketten. Der Verband fordert deshalb langfristige Maßnahmen, um den Güterverkehr in Deutschland widerstandsfähiger und leistungsfähiger aufzustellen.
Im Mittelpunkt steht dabei der Ausbau des Kombinierten Verkehrs, bei dem Schiene, Straße und Wasserstraße miteinander verknüpft werden.
Schiene soll stärker eingebunden werden
Nach Einschätzung des VDV kann der Schienengüterverkehr einen wichtigen Beitrag leisten, wenn Waren infolge von Niedrigwasser kurzfristig von der Binnenschifffahrt auf andere Verkehrsträger verlagert werden müssen.
Gerade bei schweren Gütern und Massengütern verfüge die Schiene über erhebliche Potenziale. Voraussetzung seien jedoch ausreichende Kapazitäten und eine leistungsfähige Infrastruktur.
Mehr Geld für Umschlagterminals gefordert
Besonderen Handlungsbedarf sieht der Verband bei den Umschlagterminals des Kombinierten Verkehrs. Diese Anlagen ermöglichen den Wechsel von Containern und Ladeeinheiten zwischen Schiene, Straße und Wasserstraße.
Nach Angaben des VDV stehen dem hohen Investitionsbedarf derzeit deutlich niedrigere Fördermittel gegenüber. Der Verband fordert deshalb eine stärkere finanzielle Unterstützung durch den Bund, um Kapazitäten auszubauen und Engpässe zu vermeiden.