DIW sieht Wirtschaft vor einer Trendwende

02.09.2026 13:30 Uhr | Lesezeit: 3 min
Weltkarte auf übereinander- und nebeneinander-gestapelten Containern. Generiert mit KI
Ein Grund für das prognostizierte Wavhstum sind laut DIW unerwartet starke Exporte
© Foto: CreativeSeven/Stock.Adobe.com

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Prognose für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft merklich angehoben, ein Grund ist der starke Export.

Man erwarte deutlich mehr Wachstum in den kommenden beiden Jahren, so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Nach einer starken ersten Jahreshälfte dürfte die deutsche Wirtschaft 2026 um 1,2 Prozent zulegen, teilte das DIW in Berlin mit. Für 2027 rechnen die Wirtschaftsforscher mit einer Rate von 1,0 Prozent, für 2028 mit 0,7 Prozent.

DIW verdoppelt seine Prognose

Damit hat das Institut seine Prognose von Juni mehr als verdoppelt, als nur ein Wachstum von 0,5 Prozent für dieses Jahr erwartet wurde. Grund seien unerwartet starke Exporte, zudem falle der Energiepreisschock wegen des Iran-Kriegs geringer aus als befürchtet. „Die deutsche Wirtschaft steht vor einer möglichen Trendwende zu stärkerem Wachstum in den kommenden zwei Jahren“, sagte denn auch DIW-Präsident Marcel Fratzscher. 

Öffentliche Ausgaben treiben das Wachstum

Die Konjunkturdynamik sei vor allem der öffentlichen Hand zu verdanken. „Rund 70 Prozent des Wirtschaftswachstums in diesem Jahr gehen auf öffentlichen Konsum und Investitionen zurück.“ Die Erholung bleibe zudem fragil. „Die privaten Investitionen reichen weiterhin nicht aus, um die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit Deutschlands nachhaltig zu stärken“, sagte Fratzscher. Auch blieben die globalen Unsicherheiten erheblich. Dennoch sieht er Anlass „zu vorsichtigem Optimismus“.

Auch andere Ökonomen heben Prognosen an

Die deutsche Wirtschaft hat inzwischen drei Quartale in Folge zugelegt, im zweiten Quartal stand ein Plus von 0,3 Prozent. Viele Ökonomen hoben zuletzt ihre Prognosen an. Im dritten Quartal erwartet das DIW aber nur eine Stagnation der Wirtschaft, da teure Energiepreise und das Niedrigwasser etwa die Chemie- und Metallindustrie belasteten. Vor allem die hohen Gaspreise blieben ein Risiko für den Winter.


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