Contargo stellt containerLib als Open Source bereit

18.06.2026 13:59 Uhr | Lesezeit: 3 min
Contaienr wird von einem Kran von einem Güterzug auf ein Binnenschiff geladen
Die containerLib von Contargo standardisiert als Open-Source-Lösung die Validierung von Containernummern nach ISO 6346 sowie von Lkw-Kennzeichen (Symbolbild)
© Foto: Contargo

Contargo öffnet eine zentrale Softwarekomponente für die Logistik: Die neue Open-Source-Bibliothek containerLib standardisiert die Validierung von Containernummern und Lkw-Kennzeichen und soll Entwicklungsaufwand sowie Fehlerquoten in der Branche reduzieren.

ContainerLib wird als Open-Source-Software der Logistikbranche kostenlos von Contargo zur Verfügung gestellt. Die Java-Bibliothek sei ab sofort im Repository der Open Logistics Foundation verfügbar und ermöglicht eine standardisierte Validierung von Containernummern und Lkw-Kennzeichen, wie das Unternehmen mitteilt.

Standardisierte Datenprüfung statt Insellösungen

In der Containerlogistik werden Containernummern und Kennzeichen täglich in sehr großen Mengen verarbeitet. Bislang setzen viele Unternehmen auf eigene Lösungen mit individuellen Validierungsregeln, separaten Entwicklungsprozessen und entsprechendem Wartungsaufwand.

Die containerLib setzt genau an dieser Stelle an: Die Bibliothek prüft Containernummern nach dem Standard ISO 6346 und validiert Lkw-Kennzeichen länderspezifisch. Damit steht erstmals eine einheitliche, frei verfügbare Lösung für diese grundlegenden Funktionen bereit.

Open Source soll Aufwand und Fehler reduzieren

Durch die Nutzung der Open-Source-Bibliothek sollen Unternehmen Entwicklungsressourcen einsparen und gleichzeitig die Fehleranfälligkeit bei der Verarbeitung zentraler Daten reduzieren können. Die gemeinsame Nutzung einer standardisierten Lösung schaffe zudem die Grundlage für konsistente Prozesse über Unternehmensgrenzen hinweg.

„Funktionen wie die Validierung von Containernummern sind kein Wettbewerbsvorteil, sie sind Commodity“, erklärt Gerd Schmidt, Head of IT bei Contargo. „Die Veröffentlichung unseres Codes ist für uns kein Verlust, sondern ein Gewinn.“

Open Logistics Foundation als Plattform

Die Veröffentlichung erfolgt bewusst über die Open Logistics Foundation, die als neutrale Organisation den dauerhaften freien Zugang und die gemeinschaftliche Weiterentwicklung sicherstellt. Unternehmen jeder Größe können die containerLib nutzen und zur Weiterentwicklung beitragen.

„Die containerLib ist ein Paradebeispiel für das, was wir mit der Open Logistics Foundation erreichen wollen", sagt Andreas Nettsträter, CEO der Open Logistics Foundation. „Unser Anspruch ist es, Lösungen, die die Branche braucht, gemeinsam zugänglich zu machen.“

Signal für mehr Zusammenarbeit in der Digitalisierung

Für die Open Logistics Foundation steht die containerLib zugleich für einen strategischen Ansatz: Die Stiftung will sich als zentrale Plattform für Open-Source-Komponenten in der Logistik etablieren. Ziel ist es, weitere Unternehmen zur Veröffentlichung eigener Lösungen zu bewegen und so eine gemeinsame technologische Basis zu schaffen.

„Contargo macht vor, wie Unternehmen aktiv zur Digitalisierung der gesamten Branche beitragen können", so Nettsträter. „Nur gemeinsam können wir eine starke und verlässliche Grundlage für die Digitalisierung der Logistik schaffen.“

Weitere Informationen zur Open Logistics Foundation hier.


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