„Wir sehen natürlich, dass chinesische Hersteller zunehmend im Markt präsent sind und um Aufträge konkurrieren“, sagte der Chef der Mobilitätssparte, Markus Heyn, der „Deutschen Presse-Agentur“ auf der IAA Transportation in Hannover. Sowohl China als auch die USA förderten Heyn zufolge, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Mitteln, die Sicherung lokaler Wertschöpfung in ihren Ländern. „Es liegt an der EU, zu sagen, dass wir auch in Europa lokale Wertschöpfung haben wollen“, sagte Heyn und verwies auf das geplante Industriegesetz (Industrial Accelerator Act), das die EU-Kommission im Frühjahr als Entwurf vorgestellt hatte.
EU muss für faire Handelsbedingungen eintreten
Ziel ist, die Industrie in der EU zu stärken. Dafür sollen Güter „Made in Europe“ bei öffentlicher Vergabe bevorzugt werden. Jüngst hat auch der Gesamtbetriebsrat Bosch Mobility eine zügige Umsetzung des IAA gefordert. „Wenn Europa nicht für faire wechselseitige Handelsbedingungen eintritt, dann gefährdet das die Wettbewerbsfähigkeit der Zulieferer, weil die Voraussetzungen im chinesischen Markt ganz anders sind als in Europa“, sagte Heyn. „Selbst wenn man dann in Europa an den kostengünstigsten Standorten produziert, kann man diesen strukturellen Nachteil kaum kompensieren.“